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Arnulf I. (Bayern)

Herzog von Bayern

rnulf baute auf den Grundlagen der Macht auf, die sein Vater Luitpold in Bayern geschaffen hatte, und nahm den Herzogstitel an. Der bayerische Hochadel unterstützte ihn, die Salzburger Jahrbücher berichten von freiwilliger Huldigung. Seine wichtigste Aufgabe war die Abwehr der Magyaren, die wiederholt tief nach Bayern einfielen, während die Reichsgewalt keinen Schutz bot. In der Schlacht von Pressburg 907 wurde der bayerische Heerbann vernichtend geschlagen, danach musste Arnulf das Heer neu aufbauen.

RegensburgOrt auf der Karte 164849.0167 N, 12.0833 OAuf der Karte zeigen

Um die Mittel für die Heeresreform zu gewinnen, zog Arnulf Kirchengut ein und verlieh es an seine Lehnsvasallen. Dafür erhielt er später den Beinamen der Böse. In den Schlachten von 909 an der Rott, 910 bei Neuching und 913 am Inn drängte er die Ungarn zurück. Anschließend suchte er jedoch keinen weiteren Krieg, sondern einen Ausgleich, und erhielt 913 die vertragliche Zusicherung, dass Bayern nicht mehr angegriffen würde.

Arnulf erneuerte das baierische Stammesherzogtum und verfolgte gegenüber den Königen Konrad I. und Heinrich I. eine Politik der Eigenständigkeit Bayerns, ohne selbst aktiv nach der ostfränkischen Krone zu streben. Zwar beteiligte er sich an der Wahl Konrads, doch sein Eingreifen zugunsten der mit ihm verwandten schwäbischen Pfalzgrafen Erchanger und Berthold führte zu einem längeren Konflikt, in dessen Verlauf er zeitweise zu den Ungarn floh. Nach Konrads Tod kehrte er 918 mit ungarischer Hilfe nach Regensburg zurück.

In Regensburg ließ Arnulf Teile der alten römischen Lagermauern abbrechen und die Stadt durch eine neue Befestigung mit drei Tortürmen erweitern, die auch das Kloster Sankt Emmeram einschloss. Dieser Mauerbau diente dem Aufbau einer von der Zentralmacht weitgehend unabhängigen Stellung. Ob Arnulf sich nach Konrads Tod zum Gegenkönig ausrufen ließ oder ein bayerisches Sonderkönigtum anstrebte, ist in der Forschung ungeklärt. Im Vertrag von Regensburg 921 erkannte er nach Kämpfen die Oberhoheit Heinrichs an, der im Gegenzug Arnulfs eigenständige Herrschaft mit Bischofsernennungen, Synoden und Regalien billigte.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Arnulf I. (Bayern)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269515198redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Maximilian Dörrbecker (Chumwa)CC BY-SA 3.0Quelle