Rundgang · 12 Stationen · rund 35 Minuten

Tausend Jahre in zwölf Stationen

Am 25. Dezember 800 krönt der Papst in Rom einen Frankenkönig zum Kaiser. Am 6. August 1806 legt Franz II. die Krone nieder. Dazwischen liegen zwölf Stationen, jede mit einer eigenen Frage — und eine, die sich durch alle zieht:

Wer hat im Reich das Sagen?

Jede Station antwortet mit den Stellen aus einem Artikel des Portals, die ihre Frage beantworten. Wer mehr wissen will, liest den ganzen Artikel und kehrt zurück.

Bei Station 1 beginnen
  1. 01Karl der GroßeWie wird aus einem Frankenkönig ein Kaiser?

    119 Jahre späterKarls Reich hält nicht: 843 wird es in drei Teile geteilt, 870 in ein West- und ein Ostreich. Im Osten wählen die Großen 919 einen König, der kein Franke ist.

  2. 02Die OttonenWer erneuert das Kaisertum, und warum in Sachsen?

    158 Jahre später1024 stirbt das Geschlecht der Ottonen aus, die Krone geht an die Salier. Ein halbes Jahrhundert später streitet einer von ihnen mit dem Papst darüber, wer Bischöfe einsetzen darf.

  3. 03CanossaWas steht auf dem Spiel, wenn ein König vor einem Papst wartet?

    78 Jahre späterDer Bußgang löst Heinrich vom Bann, doch die Fürsten wählen trotzdem Gegenkönige. Mit den Staufern kommt ein neuer Gegner hinzu: die Städte der Lombardei.

  4. 04BarbarossaWarum zieht ein Kaiser sechsmal über die Alpen?

    95 Jahre späterDer Streit mit dem Papst bleibt. 1245 setzt Innozenz IV. den Staufer Friedrich II. ab; nach dessen Tod wählen die Fürsten Könige, die kaum Herrschergewalt ausüben.

  5. 05Die kaiserlose ZeitWas hält ein Reich zusammen, wenn niemand es regiert?

    106 Jahre später1257 hatte ein Wähler seine Stimme beiden Kandidaten gegeben und sich zweimal bezahlen lassen. Hundert Jahre später verlangt ein Gesetz von den Wählern einen Eid: keine geheime Absprache, keine Belohnung, kein Geld.

  6. 06Goldene BulleWer wählt den König — und wer darf das entscheiden?

    139 Jahre späterDie Wahl ist geregelt, das Regieren nicht — eine Steuer für das ganze Reich gibt es noch immer nicht. 1495 verhandelt ein Reichstag in Worms von März bis August über eine Reform.

  7. 07ReichsreformWie regiert man einen Verband aus hunderten Herrschaften?

    26 Jahre späterWieder tagt der Reichstag in Worms. Diesmal steht dort kein Gesetz zur Verhandlung, sondern ein Theologieprofessor aus Wittenberg.

  8. 08ReformationWas passiert, wenn der Glaube das Reich spaltet?

    34 Jahre späterDas Wormser Edikt verbietet Luthers Schriften im ganzen Reich, und doch breitet sich die Reformation aus. Der Kaiser siegt 1547 im Schmalkaldischen Krieg — und muss fünf Jahre später vor den eigenen Fürsten fliehen.

  9. 09Augsburg 1555Kann ein Reich mit zwei Konfessionen bestehen?

    63 Jahre späterDer Friede verhindert sechzig Jahre lang einen großen Religionskrieg, doch über seine Auslegung wird gestritten. In Böhmen berufen sich die Stände auf einen Brief des Kaisers, der ihnen Religionsfreiheit zusichert.

  10. 10Dreißigjähriger KriegWie wird aus einem böhmischen Aufstand ein europäischer Krieg?

    30 Jahre späterZwei Friedensversuche scheitern. Ab 1643 verhandeln das Reich, Frankreich und Schweden in Münster und Osnabrück — und kämpfen dabei noch fünf Jahre weiter.

  11. 11Westfälischer FriedeWas regelt ein Friede, der 150 Jahre halten soll?

    158 Jahre späterDer Friede bleibt Teil der Reichsverfassung bis zum Schluss. 1803 fallen die geistlichen Kurfürstentümer weg, 1804 krönt sich Napoleon zum Kaiser der Franzosen — und ob die Kurfürsten noch einmal einen Habsburger wählen, ist fraglich.

  12. 12Das EndeWie legt man eine Krone nieder, die tausend Jahre getragen wurde?