Wie wird aus einem Frankenkönig ein Kaiser?
Erklärungen zu den Detailstellen nach Wikipedia: Reichskrone, Wikimedia Commons: Weltliche Schatzkammer Wien (189)2.JPG, Wikipedia: Karl der Große · CC BY-SA 4.0
In der Sammlungarl der Große war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs, bis 771 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Karlmann. Er wurde wahrscheinlich am 2. April 747 oder 748 geboren und starb am 28. Januar 814 in Aachen. Am 25. Dezember 800 erlangte er als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde. Unter ihm erreichte das Frankenreich seine größte Ausdehnung. Die Sachsenkriege dauerten mit Unterbrechungen von 772 bis 804. 774 eroberte er das Langobardenreich, 788 endete die Selbstständigkeit Baierns. Ein Feldzug gegen die Mauren in Nordspanien scheiterte 778. Karl sorgte für eine effektive Verwaltung und eine umfassende Bildungsreform. 1165 wurde er von Gegenpapst Paschalis III. heiliggesprochen.
Die Kaiserkrönung
Seit 795 war Leo III. Papst. Ende April 799 wurde ein Attentat auf ihn verübt; er flüchtete zu Karl nach Paderborn. Karl leistete militärische Unterstützung und ließ ihn Ende 799 nach Rom zurückführen. Ende November 800 erschien Karl selbst in Rom. Am 25. Dezember 800 krönte ihn der Papst in Alt-St. Peter zum Kaiser. Damit begann die Übertragung der römischen Herrschaft auf die Franken. Das Kaisertum im Westen, wo 476 der letzte Kaiser in Italien abgesetzt worden war, wurde erneuert. Der Anspruch wurde später von den Karolingern und seit den Liudolfingern von den römisch-deutschen Königen beansprucht. Die Darstellung einer spontanen Krönung gilt in der Forschung als unzutreffend; Karl hatte darauf hingearbeitet.
119 Jahre später
Karls Reich hält nicht: 843 wird es in drei Teile geteilt, 870 in ein West- und ein Ostreich. Im Osten wählen die Großen 919 einen König, der kein Franke ist.
