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Byzantinisches Reich

Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum nach der römischen Reichsteilung 395

Ursprung im geteilten Römerreich

yzanz wurzelt in der römischen Spätantike zwischen 284 und 641. Es ist die östliche Hälfte des 395 letztmals geteilten Römerreichs, keine Neugründung. Kaiser Konstantin der Große setzte sich zwischen 306 und 324 als Alleinherrscher durch, förderte als erster römischer Kaiser das Christentum und ließ zwischen 325 und 330 die griechische Polis Byzanz ausbauen und in Konstantinopel umbenennen.

Justinians Wiederherstellung und ihre Kosten

Unter Kaiser Justinian, der von 527 bis 565 regierte, eroberten die Feldherren Belisar und Narses Italien, Nordafrika und Südspanien zurück und stellten das Imperium Romanum kurzzeitig in verkleinertem Umfang wieder her. Kriege gegen Vandalen, Goten und das Sassanidenreich sowie eine Pest ab 541 zehrten jedoch an den Kräften des Reichs. In dieser Zeit entstand die Hagia Sophia, und 534 wurde das römische Recht im Corpus iuris civilis kodifiziert. Die Spannungen zwischen orthodoxen und monophysitischen Christen sowie eine leere Staatskasse belasteten seine Nachfolger schwer.

Höhepunkt und Wende unter den makedonischen Kaisern

Mit Basileios, der 866 zum Mitkaiser erhoben wurde und im Jahr darauf die Makedonische Dynastie begründete, begann eine neue Blütezeit. Unter Nikephoros II. wurde Kreta zurückerobert, Johannes I. Tzimiskes weitete den Einfluss bis nach Syrien aus. Basileios II. eroberte das Erste Bulgarische Reich, das 1018 byzantinische Provinz wurde. Das Reich erreichte im zehnten und frühen elften Jahrhundert seinen Machthöhepunkt, bevor eine Schwächeperiode einsetzte, verursacht durch das Wachstum des Landadels, der das Themensystem untergrub.

Das Ende 1453

Am 29. Mai 1453 fiel Konstantinopel nach knapp zweimonatiger Belagerung an Mehmed II., der letzte Kaiser Konstantin XI. starb in den Kämpfen um die Stadt. In der Folge wurden auch die verbliebenen byzantinischen Staaten erobert, das Despotat Morea 1460, das Kaiserreich Trapezunt 1461 und das Fürstentum Theodoro 1475. Der Fall von Byzanz war ein Wendepunkt von weltgeschichtlicher Bedeutung; mit dem politischen Untergang des Reichs endete eine über zweitausendjährige Ära, auch wenn es kulturell fortwirkte.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Byzantinisches ReichVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270357208redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Professor Gustav Droysen (Hg.), Professor G. Hertzberg (Zeichnung)entstanden 1886Public domainQuelle