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Konstantinopel

früherer Name des heutigen Istanbul

yzantion wurde 326 von Konstantin I. zur Residenz ausgebaut und am 11. Mai 330 feierlich eingeweiht. Es erhielt den Namen Constantinopolis, doch auch der alte Name Byzantion blieb üblich. Konstantin hatte zuvor auch Troja und angeblich Jerusalem als Stadtgründungsorte erwogen, entschied sich aber für Byzantion, das strategisch günstig zwischen Donau- und Euphratgrenze lag. Die Stadt wurde auf das Fünffache ihrer Fläche vergrößert und wie Rom auf sieben Hügeln errichtet, mit Kapitol, Circus, Forum und Hauptverkehrsachse. Kunstwerke aus dem ganzen Reich wurden herbeigeschafft. Trotz Konstantins Förderung des Christentums war die Gründung nicht rein christlich, wie pagane Rituale und die Renovierung von Tempeln zeigen. Der Rat der Stadt erhielt fast dieselben Privilegien wie der römische Senat, wenn auch zunächst mit geringerem Ehrentitel; erst Constantius II. beseitigte diesen Unterschied.

Zwei arabische Belagerungen, 674 bis 678 und 717 bis 718, wurden abgewehrt und stoppten den Vormarsch der Muslime nach Europa. Der Verlust der Orientprovinzen nach 636 beendete die Getreidelieferungen aus Ägypten. Später wurden die Bulgaren zur neuen Bedrohung, mit einer ersten Belagerung 813; auch Rus und 1090 die Petschenegen griffen an. Unter Justinian erreichte die Stadt im 6. Jahrhundert ihre größte Blüte, mit möglicherweise über 500.000 Einwohnern, wobei kritische Historiker dies anzweifeln. Bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts sank die Bevölkerung, stieg dann bis ins 12. Jahrhundert wieder deutlich an, Schätzungen reichen von 400.000 bis 700.000. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Manzikert 1071 suchten die Byzantiner Hilfe im christlichen Westen; gegen die Normannen halfen die Venezianer, die dafür Handelsprivilegien in Konstantinopel erhielten.

Nach der Zerstückelung des byzantinischen Gebiets durch die Kreuzfahrer und der Errichtung des Lateinischen Kaiserreichs eroberte 1261 ein Söldnerheer des Kaiserreichs Nikaia die Stadt zurück. Das wiederhergestellte Byzantinische Reich verlor jedoch weiter Gebiete; um 1300 hatte Konstantinopel noch etwa 100.000 Einwohner und seine Rolle als Handelszentrum an Venedig verloren. 1326 begann mit der Eroberung Bursas durch Osman I. der Aufstieg der Osmanen, die rasch Kleinasien und Teile des europäischen Festlands eroberten. Im 15. Jahrhundert bestand Byzanz nur noch aus dem Stadtgebiet und umliegenden Dörfern mit etwa 40.000 Einwohnern. Mit der Eroberung Konstantinopels 1453 endete das Oströmische Reich; Mystras auf der Peloponnes hielt sich noch einige Jahre.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel KonstantinopelVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270230643redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Cplakidasentstanden 2008CC BY-SA 3.0Quelle