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Schlacht bei Nikopolis

Schlacht der Türkenkriege

Vorgeschichte

eit seiner Thronbesteigung 1387 warb der ungarische König Sigismund im Abendland um Unterstützung gegen die Osmanen, die die ungarische Grenze erreicht hatten. Mit Hilfe von Papst Bonifatius IX. und Gegenpapst Benedikt XIII. sammelte sich ein Kreuzzugsheer unter Johann Ohnefurcht und Marschall Boucicaut in Buda. Die vorwiegend burgundischen Kreuzfahrer zogen mit dem ungarischen Heer durch Bulgarien und erreichten am 10. September 1396 Nikopolis. Zwei Wochen belagerten sie die Festung vergeblich, auch die Verstärkung durch die Johanniter änderte nichts. Dann traf das osmanische Heer Bayezids zusammen mit den Panzerreitern seines serbischen Vasallen Stefan Lazarević bei Nikopolis ein.

Die Schlacht

Am 25./28. September 1396 standen sich beide etwa gleich starke Armeen gegenüber. Die französischen Ritter bestanden auf ihrem Vorkampfrecht und preschten voran, während Sigismund mit der Infanterie folgte. Bayezid ließ seine leichte Reiterei ausweichen und die Ritter durch Bogenschützen unter Beschuss nehmen. Trotz schwerer Rüstungen erreichten die Ritter die Bogenschützen und Janitscharen, doch die nachrückenden Ungarn wurden bereits von serbischen Rittern in die Flucht geschlagen. Bayezids Sipahi vernichteten die einzeln kämpfenden Ritter, siebenbürgische und walachische Einheiten desertierten, und das christliche Heer geriet zwischen Sipahi und serbischen Panzerreitern in die Zange. Admiral de Vienne wurde getötet, mehrere Grafen und Marschälle gefangen genommen. Stefan Lazarević blieb trotz möglicher Neutralität seinem muslimischen Herrn treu, sein Eingreifen trug zum Sieg bei, wobei die Osmanen hohe Verluste erlitten.

Folgen

Bayezid ließ viele gefangene Kreuzfahrer, für die kein Lösegeld zu erwarten war, töten, die Quellen sprechen von 300 bis 3.000 Männern. Gefangene von hohem Stand wie Johann Ohnefurcht und Jean II. Le Maingre wurden verschont, ebenso mehrere Grafen und Marschälle, weil man auf Lösegeld hoffte. Sigismund konnte mit dem Großmeister der Johanniter Philibert de Naillac über die Donau fliehen. Die Niederlage hinterließ im Abendland einen nachhaltigen Eindruck, doch zu einem erneuten Kreuzzug kam es wegen des Hundertjährigen Krieges und Sigismunds Konflikten mit Venedig und den Hussiten nicht. Auch die Osmanen konnten den Sieg nicht ausnutzen, da Bayezid 1402 bei Ankara gegen Timur Lenk unterlag. Erst in den 1440er Jahren unternahm Ungarn unter Johann Hunyadi einen neuen Kreuzzug, doch nach den Niederlagen bei Warna 1444 und auf dem Amselfeld 1448 ging die Initiative endgültig an die Osmanen über, die 1453 Konstantinopel einnahmen. Spätestens mit dem Untergang Ungarns 1526 stand das Heilige Römische Reich vor den Trümmern seiner Türkenpolitik.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Schlacht bei NikopolisVersionsgeschichteBearbeitungsstand 264857451redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Jean Colombeentstanden 1401–1500Public domainQuelle