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Liudolf (Schwaben)

Herzog von Schwaben

iudolf wurde 939 mit Ida, der einzigen Erbin des Schwabenherzogs Hermann, verlobt. Die Ehe wurde um die Jahreswende 947/948 geschlossen. Nach Hermanns Tod am 10. Dezember 949 wurde Liudolf Herzog von Schwaben und designierter Erbe seines Vaters. Im November 950 starb König Lothar II. von Italien, worauf Berengar von Ivrea die Krone an sich riss und Lothars Witwe Adelheid inhaftierte. Im Frühsommer 951 zog Liudolf, offenbar ohne Wissen Ottos, mit einem schwäbischen Heer nach Oberitalien, scheiterte aber am Widerstand seines Onkels Heinrich von Bayern, der gegen ihn intrigierte. Zu Weihnachten 951 feierte Liudolf provokant mit königlichem Prunk in Saalfeld, um seinen Anspruch auf die Nachfolge zu unterstreichen. Sein wichtigster Verbündeter wurde sein Schwager Konrad der Rote, den Otto im Frühjahr 952 brüskiert hatte. Als Otto zudem Adelheid heiratete, die 952/953 einen Sohn gebar, sah Liudolf seine Erbfolge und seinen Einfluss am Hof gefährdet.

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Militärisch brach der Aufstand im Juli 953 mit der Belagerung von Mainz aus, das Liudolf besetzt hielt. Otto belagerte Liudolf und Konrad zwei Monate lang, während sich der Aufstand ausweitete, da auch die Bayern gegen den unbeliebten Heinrich rebellierten. Nach gescheiterten Verhandlungen zog Liudolf mit den Bayern nach Regensburg. Ende 953 musste Otto die Belagerung dort abbrechen, doch 954 begann der Aufstand zu scheitern, als Konrad der Rote von Otto Bruns Bruder umgestimmt wurde und Bischof Ulrich von Augsburg die Luitpoldinger militärisch besiegte. Der Einfall der Ungarn brachte den endgültigen Umbruch, da beide Seiten sich gegenseitig beschuldigten, die Feinde gerufen zu haben. Am 16. Juni 954 trafen die Beteiligten in Langenzenn zusammen, doch Liudolf brach die Verhandlungen ab und floh isoliert nach Regensburg, wo Heinrich ihn belagerte. Am 22. Juli 954 fiel Pfalzgraf Arnulf vor Regensburg. Liudolf entkam nach Suveldun und bat seinen Vater dort um Verzeihung, der ihn wieder aufnahm. Liudolf und Konrad verloren daraufhin ihre Herzogtümer, behielten aber ihre Allodien.

Nach dem Aufstand trat Liudolf zunächst zurück, kämpfte aber am 16. Oktober 955 an der Seite seines Vaters und Geros in der Schlacht an der Raxa gegen eine Koalition aus Abodriten, Wilzen, Tollensanen und Zirzipanen unter Fürst Stoignew. Den Ausgleich mit Otto hatte vermutlich Brun vermittelt, begünstigt auch durch den Tod Heinrichs von Bayern 955. 956 erhielt Liudolf von Otto den Auftrag, dessen Interessen in Italien gegen den vertragsbrüchigen Berengar von Ivrea zu wahren. Liudolf zog mit einem Heer über die Alpen, doch nach etwa einem Jahr starb er überraschend an einem Fieber. Sein Leichnam wurde in den deutschen Reichsteil überführt und vermutlich im Stift St. Alban vor Mainz bestattet.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Liudolf (Schwaben)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 251441162redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Autor/-in unbekanntentstanden 2016Public domainQuelle