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Pippin der Ältere

fränkischer Hausmeier in Austrien

ber Pippins Vorfahren ist kaum etwas bekannt. Sein Aufstieg zur Macht begann 613. Zusammen mit Bischof Arnulf von Metz und weiteren austrasischen Adligen griff er in einen Machtkampf der Merowinger ein. Er rief den neustrischen König Chlothar II. gegen Brunichild zu Hilfe, die Witwe König Sigiberts I., die in Austrasien und Burgund herrschte. Nach ihrem Sturz beherrschte Chlothar das ganze Frankenreich, musste aber im Edictum Chlotharii die Machtpositionen des austrasischen Adels anerkennen. 623 ernannte er zudem seinen 15-jährigen Sohn Dagobert I. zum Unterkönig in Austrasien. Dadurch erhielt das von Pippin und Arnulf dominierte Teilreich eine gewisse Eigenständigkeit im Merowingerreich.

Pippin erhielt eine wichtige Beraterposition und übernahm spätestens 624/25 den Titel eines Hausmeiers, des wichtigsten Amtsträgers im Königreich. Als Chlothar II. 629 starb und sein Sohn Dagobert I. nach Neustrien zog, um das Gesamtreich zu übernehmen, konnte Pippin diese einflussreiche Stellung nicht dauerhaft behaupten, behielt aber den Titel des austrasischen Hausmeiers. Um 635 verheiratete er seine Tochter Begga mit Ansegisel, dem Sohn Arnulfs, und stärkte damit das Bündnis mit diesem. Erst als auch Dagobert I. im Januar 639 ohne regierungsfähige Söhne starb, konnte Pippin mit Unterstützung des austrasischen Adels seine Führungsansprüche erneut geltend machen.

Pippin der Ältere starb 640. Sein Grabhügel liegt im Ortsteil Sinte-Gittersplein von Landen. Im anschließenden Kampf um das Hausmeieramt setzte sich sein Sohn Grimoald der Ältere durch. Pippin war mit Itta oder Iduberga von Nivelles verheiratet, die von 592 bis zum 8. Mai 652 lebte. Das Paar hatte vier Kinder: Bavo, auch Graf Allowin von Haspengau genannt, Begga, die von 620 bis etwa zwischen 692 und 695 lebte und um 635 Ansegisel heiratete, Grimoald der Ältere, der von 615 oder 616 bis etwa 656, 657 oder 662 lebte und Pippins Nachfolger als Hausmeier wurde, und Sankt Gertrud, die von 626 bis 659 lebte und um 644 Äbtissin des von ihrer Mutter gestifteten Klosters Nijvel wurde.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Pippin der ÄltereVersionsgeschichteBearbeitungsstand 257883936redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Kleon3entstanden 1801–1900CC BY-SA 4.0Quelle