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Abtei Prüm

ehemalige Abtei in Prüm, Rheinland-Pfalz

er Besitz der Abtei reichte vom Rhein bis zur Bretagne und in die Niederlande. Hunderte Orte in der Eifel, an der Ahr, im Taunus, bei St. Goar sowie in Frankreich, Belgien und den Niederlanden wurden im Prümer Urbar erstmals genannt. Zur Verwaltung unterstanden der Abtei Vogteien und Filialklöster wie Revin, Güsten, Münstereifel, Kesseling und Altrip. Die Klosterschule bildete Söhne des Herrscherhauses und des Adels aus, unter den Bewohnern waren Markward, Ado von Vienne, Ansbald, Hungerus Frisus und Wandalbert. Eine Urkunde von 762 belegt ein Armenhospital für zwölf mittellose Personen. Regino war Abt von Prüm. Auch Pippin der Bucklige, Karl der Kahle und Hugo, Sohn Lothars II., verbrachten Zeit in der Abtei.

PrümOrt auf der Karte 164850.2064 N, 6.4258 OAuf der Karte zeigen

Das Kloster wurde 721 durch Bertrada die Ältere gestiftet, die erste Gründung scheiterte jedoch. 751/752 gründete König Pippin der Kurze es mit Mönchen aus St. Faron in Meaux neu. Die Karolinger stellten die Abtei und ihre Nachfolger umfangreich mit Gütern aus. 799 weihte Papst Leo III. die Klosterkirche im Beisein Karls des Großen ein. 1222 erhob Kaiser Friedrich II. die Abtei zum Fürstentum, 1299 erlangte sie die volle Reichsstandschaft. 1573 schlug Papst Gregor XIII. die Abteibesitzungen den Tafelgütern der Trierer Kurfürsten zu, 1576 genehmigte Kaiser Maximilian II. die Übertragung der Abtswürde an Kurtrier. 1794 endete die alte Ordnung mit der Besetzung durch französische Revolutionstruppen, Napoleon ließ die Abtei auflösen.

Die Abtei Prüm steht als Kulturdenkmal unter dem Denkmalschutzgesetz und ist in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen. Sie liegt in Prüm in der Denkmalzone der Katholischen Pfarrkirche St. Salvator und des ehemaligen Klosters. Zudem ist sie als geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention mit dem blau-weißen Schutzzeichen gekennzeichnet.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Abtei PrümVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270219428redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Primmerentstanden 2018CC BY-SA 4.0Quelle