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Agnes Bernauer

Geliebte und möglicherweise erste Ehefrau des bayerischen Thronfolgers Albrecht III.

gnes Bernauer wurde wohl um 1410 geboren, über ihre Kindheit ist nichts bekannt. Sie gilt traditionell als Tochter des Augsburger Baders Kaspar Bernauer, dessen Existenz aber nicht nachgewiesen ist. Vermutlich lernte Albrecht III. sie 1428 in Augsburg kennen und holte sie nach München. Spätestens 1432 war sie eine feste Größe am Münchner Hof und erregte durch ihr Auftreten den Zorn der Pfalzgräfin Beatrix. Ab 1433 lebte das Paar wohl auf Schloss Blutenburg. Herzog Ernst konnte die Gefährdung der Erbfolge nicht akzeptieren und ließ Agnes am 12. Oktober 1435 bei Straubing in der Donau ertränken, während Albrecht auf einer Jagd war. Albrecht versöhnte sich nach einigen Monaten mit seinem Vater und heiratete im November 1436 Anna von Braunschweig-Grubenhagen. Zu einer militärischen Auseinandersetzung kam es nicht, vielleicht wirkte Kaiser Sigismund mäßigend.

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Albrecht stiftete Agnes Bernauer schon im Dezember 1435 eine ewige Messe und einen Jahrtag im Straubinger Karmelitenkloster, 1447 erweiterte er diese Stiftung. Sein Vater hatte bereits 1436 im Friedhof von St. Peter zu Straubing eine Agnes-Bernauer-Kapelle errichten lassen. In deren Boden wurde ein Grabstein aus rotem Marmor eingelassen, der sie nahezu in Lebensgröße zeigt, mit einem Rosenkranz in der Hand und zwei Hunden zu ihren Füßen. Auf dem Stein ist versehentlich der 12. Oktober 1436 als Todestag angegeben. 1508 und bis 1526 waren Kapläne für die Kapelle zuständig. 1785 ließ der Kirchenverwalter Franz von Paula Romayr den Grabstein mit Genehmigung des Kurfürsten Karl Theodor an der Wand anbringen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Kapelle zum Touristenziel.

Zeitgenössische Quellen sind die deutschsprachigen Korrespondenzen der Herzöge Albrecht, Ernst und Heinrich. Ernst erklärte in Anweisungen an seinen Vertrauten Friedrich Aichstetter, den er am 28. Oktober 1435 zu Kaiser Sigismund schickte, Agnes sei ein böses Weib gewesen und er habe um Albrechts Leben gefürchtet, da sie angeblich ihn und seinen Neffen Adolf ermorden wollte. Er beklagte, dass Ludwig von Bayern-Ingolstadt seinen Sohn an dessen Hof gezogen habe, und bat den Kaiser, Albrecht zur Rückkehr zu bewegen. Ernst und Albrecht versöhnten sich schließlich bald wieder.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Agnes BernauerVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269780418redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Rudolf Alfred Jaumannentstanden 1899Public domainQuelle