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Albero von Montreuil

Erzbischof von Trier

lbero entstammte der lothringischen Familie Thicourt-Montreuil, seine Eltern waren Gerhard von Thicourt-Montreuil und Adelheid von Dampierre. Vor seiner Erzbischofszeit war er Propst des Stiftes St. Arnual in Saarbrücken und in St. Gengoul in Toul sowie Primicerius in Metz. Zudem amtierte er als Archidiakon von Metz, Toul und Verdun. Die Übernahme der Bischofsstühle in Magdeburg und Halberstadt lehnte er ab. Nach dem Tod des Trierer Erzbischofs Meginher wurde er zu dessen Nachfolger bestimmt und zwischen dem 27. Februar und dem 7. März 1132 in Vienne zum Trierer Erzbischof geweiht.

Albero gilt als einer der herausragenden Trierer Bischöfe des Mittelalters. Er baute eine effiziente Bistumsverwaltung auf, sanierte Finanzen und Besitz der Kirche, die unter dem Investiturstreit gelitten hatten, und ließ dafür die bischöflichen Archive durchsuchen. Während einer fast sechsjährigen Fehde von 1141 bis 1147 gegen den Grafen von Luxemburg um die Trierer Reichsabtei St. Maximin vollendete er die von Erzbischof Bruno begonnene Stadtmauer um Trier. Er erschien 1135 in Bamberg und zum Jahreswechsel 1135/36 in Speyer am Hof Kaiser Lothars, begleitete ihn auf dem Italienzug und vertrat dabei die Interessen Papst Innozenz II. 1137 wurde er zum päpstlichen Legaten in Deutschland ernannt. Nach Lothars Tod gelang es ihm 1138, mit einer kleinen Fürstengruppe in Koblenz den Staufer Konrad zum König zu wählen, wobei die Ansprüche Heinrichs des Stolzen übergangen wurden. Konrad nannte ihn später „das Mark und die Seele des Reiches“, doch spielte Albero im Rat des Königs keine erkennbar führende Rolle. 1139 übertrug ihm Konrad III. die Reichsabtei St. Maximin, die er zuvor unter seine Kontrolle bringen und reformieren wollte.

Albero förderte besonders die Prämonstratenser, Zisterzienser und Augustiner-Chorherren; das Kloster Himmerod ist seine Gründung. Er verfügte über großes Ansehen im Reich und war mit Norbert von Xanten und dem Zisterzienser Bernhard von Clairvaux befreundet. Im Winter 1147/48 besuchte ihn Papst Eugen III. für drei Monate in Trier, wobei die Kirche St. Eucharius geweiht wurde. Für Stephan von Bar, der am Zweiten Kreuzzug teilnahm, verwaltete er das Bistum Metz. Zum Domscholaster berief er Balderich, der seine Biografie verfasste. Die Quellenlage gilt als günstig, da neben den anonymen Gesta metrica, die sein Wirken bis 1145 schildern, die Vita von Balderich überliefert ist, die weitgehend ohne hagiographische Topoi auskommt und individuelle Züge trägt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Albero von MontreuilVersionsgeschichteBearbeitungsstand 263974297redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntPublic domainQuelle