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Albrecht II. (HRR)

römisch-deutscher König, König von Ungarn und Böhmen, Herzog von Österreich

lbrecht wurde als Sohn Herzog Albrechts IV. von Österreich und der Herzogin Johanna Sophie von Bayern-Straubing geboren. Während seiner Minderjährigkeit verwalteten seine Großonkel Wilhelm der Artige, Leopold der Dicke und Ernst der Eiserne von Steiermark seine Erblande. 1411 entführten ihn die österreichischen Stände und erklärten ihn beim Landtag zu Eggenburg zum rechtmäßigen Landesfürsten. Im Juni vereinigten sich seine Truppen bei Beraun mit denen König Sigismunds gegen die Hussiten. Am 28. September 1421 einigten sich Sigismund und Albrecht in Preßburg über seine Heirat mit dessen Tochter Elisabeth. Für die Belehnung mit Mähren am 4. Oktober 1423 musste Albrecht fast allein die Last des Hussitenkrieges tragen. Er begegnete der Ausbreitung der Hussiten mit militärischen Mitteln und der Melker Klosterreform, verfolgte aber auch Juden und andere Häretiker. Die Vertreibung und Ermordung der Wiener Juden 1420/1421 und die Schleifung der Or-Sarua-Synagoge gingen auf seine Initiative zurück.

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1425 schlossen Sigismund und Albrecht in Waitzen ein Beistandsbündnis mit dem Markgrafen Friedrich von Meißen, der dafür die Kurwürde von Sachsen erhielt. König Sigismund designierte Albrecht immer stärker als Nachfolger seiner Luxemburger Hausmacht. Die Vernichtung des Hauptheeres der Hussiten bei Lipan öffnete 1434 den Weg zum Ausgleich. Nach dem Tod Sigismunds wählten die ungarischen Stände Albrecht am 18. Dezember 1437 zu dessen Nachfolger, am 1. Januar 1438 wurde er in Stuhlweißenburg zum König von Ungarn gekrönt. Am 18. März 1438 wurde er in Frankfurt am Main zum römisch-deutschen König erwählt, am 29. Juni 1438 ließ er sich im Prager Veitsdom zum König von Böhmen krönen. Als römisch-deutscher König berief er einen Reichstag ein und schloss sich der kurfürstlichen Neutralität im Streit zwischen Papst und dem Basler Konzil an. 1439 zog er gegen die Türken nach Ungarn, wo er in Neszmély starb. Sein Nachfolger als römisch-deutscher König wurde sein Vetter Friedrich III.

Am 28. September 1421 heiratete Albrecht in Prag Prinzessin Elisabeth von Luxemburg, die Tochter Kaiser Sigismunds und dessen Gattin Barbara von Cilli. Das Paar hatte vier Kinder: Anna, die 1446 Wilhelm III. von Sachsen heiratete, Georg, der als Kind starb, Elisabeth, die 1454 Kasimir IV. Andreas von Polen heiratete, und Ladislaus Postumus, der als König von Ungarn und Böhmen nachfolgte.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Albrecht II. (HRR)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269014909redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Anonymusentstanden 1501–1600Public domainQuelle