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Alkuin

Gelehrter und Berater Karls des Großen

lkuin wuchs in Yorkshire auf und leitete später die Domschule in York. 781 traf er Karl den Großen in Parma und nahm dessen Einladung an die Hofschule nach Aachen an. Ab 782 leitete er die Hofkapelle und wurde einflussreichster Ratgeber Karls in Staats- und Kirchenfragen. Er wandte sich vergeblich gegen die Gewaltanwendung bei der Missionierung der Sachsen. Er entwickelte die Konzeption eines Sakralkönig- beziehungsweise Kaisertums und sah in Karl den Verteidiger der Kirche über ein christliches Universalreich. Zwischen 789 und 793 reiste er mehrmals nach England. Als Gegner des Adoptianismus trug er dazu bei, dass diese Lehre auf den Synoden von Frankfurt 794 und Aachen 799 verurteilt wurde. 796 verließ er den Hof und wurde von Karl dem Großen zum Abt von Saint-Martin de Tours ernannt, möglicherweise um ihn wegen seiner Kritik an den Sachsenkriegen zu entfernen.

Alkuin vermittelte die in England und Irland gerettete lateinische Bildung an zahlreiche Schüler, darunter Hrabanus Maurus und Karl den Großen selbst. Er gilt als einer der Begründer der Karolingischen Renaissance und ist mitverantwortlich für die Verbreitung der karolingischen Minuskel. Sein Hauptwerk waren drei Bücher über die Trinität, daneben sind 311 Briefe erhalten, die seine Beziehungen zur königlichen Familie und zu geistlichen Führern zeigen. Die größte zeitgenössische Wirkung dürfte seine Überarbeitung der Vulgata entfaltet haben, aus der in seinem Kloster Saint-Martin de Tours die sogenannten Alkuin-Bibeln entstanden.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel AlkuinVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269856639redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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