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Alpen

höchstes Gebirge in Mitteleuropa

m Spätmittelalter entstanden aus bäuerlichen Zusammenschlüssen zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen sogenannte Passstaaten, die sich über beide Seiten des Alpenkammes erstreckten. Zu ihnen gehörten neben dem Bund von Briançon die Alte Eidgenossenschaft, die Drei Bünde, die Grafschaft Tirol und das Erzbistum Salzburg. Mit diesen Zusammenschlüssen sollte ein alpines Freiheitsdenken eingefordert werden, ähnlich den städtischen Freiheiten der Reichsstädte. Die Passstaaten kontrollierten durch ihre strategische Lage den Transitverkehr über die Pässe und verlangten von Durchreisenden Zölle.

Die Alpen sind ein wichtiger, vor allem ökonomisch bedeutender Transitraum, zugleich aber ein natürliches Hindernis für den Verkehr zwischen Nord- und Südeuropa. Sie lassen sich nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe oder Tunnel durchqueren. Häufige Inversionswetterlagen und die Erhebungen der Alpen erschweren den Luftaustausch, wodurch Schadstoffe überdurchschnittlich lange in der alpinen Talatmosphäre verbleiben. Besondere Bedeutung erlangten jene Pässe, die über den Alpenhauptkamm direkt von Norden nach Süden führen und damit eine zweite Passüberquerung ersparen oder die Routen, die wenig durch Hochwasser und Lawinen beeinträchtigt werden.

Inneralpine Städte stehen in engem Zusammenhang mit ihrer Lage an Knotenpunkten von Verkehrssträngen, die sie mit dynamischen voralpinen Ballungsräumen verbinden. Die größte Stadt innerhalb der Alpen ist das französische Grenoble, gefolgt von Innsbruck in Österreich sowie von Trient und Bozen in Italien. In der Schweiz liegen Chur, Thun und Lugano in den Alpen. Weitere Alpenstädte in Österreich sind Klagenfurt und Villach sowie im Rheintal Bregenz, Dornbirn und Feldkirch. Ferner zu nennen ist Vaduz, die Hauptstadt Liechtensteins. Die höchste Stadt der Alpen und Europas ist das schweizerische Davos.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel AlpenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270227895redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Terra (EOS AM-1) satelliteentstanden 2007Public domainQuelle