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Angilbert

Hofkaplan, Diplomat und Dichter

Herkunft und Bildung

ngilbert wurde um 750 geboren und starb am 18. Februar 814 in Saint-Riquier in der Picardie. Am Hof Karls des Großen wirkte er als Hofkaplan, Diplomat und Dichter und trug dort den Namen Homer. Nach seinem Tod verehrte man ihn auch als Heiligen, unter den Namen Angilibert und Engelbert, mit Gedenktag am 18. Februar. Er entstammte dem Adel und ging als Schüler Alkuins aus der Hofschule des fränkischen Königs hervor. Diese Ausbildung verband ihn eng mit dem geistigen Leben am Hof und bereitete seine spätere Rolle als Berater und Verfasser lateinischer Dichtung vor.

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Aufgaben und Ämter

Kaiser Karl der Große betraute Angilbert mit der Grafschaft Ponthieu und übergab ihm 790 als Laienabt die Benediktinerabtei Centula, die Abtei Saint-Riquier bei Abbeville in der Picardie im heutigen Frankreich. Unter seiner Leitung entstand der Bau der Klosterkirche, die 799 geweiht wurde und erstmals mit einem Westwerk ausgestattet war. Neben diesen geistlichen und weltlichen Aufgaben wurde Angilbert mehrfach mit diplomatischen Sendungen an den Papst betraut. So verband er die Leitung eines bedeutenden Klosters mit Aufgaben im diplomatischen Verkehr zwischen dem fränkischen Hof und Rom.

Familie und Werk

Bertha, die Tochter Kaiser Karls, war Angilberts Geliebte. Aus dieser Verbindung gingen zwei Söhne hervor, Hartnid und der Geschichtsschreiber Nithard. Nithard selbst berichtet davon in seinem Geschichtswerk. Von Angilbert sind mehrere lateinische lyrische Gedichte erhalten, und er gilt in manchen Abschnitten auch als Biograph des Kaisers. Seine Gedichte wurden später von Ernst Ludwig Dümmler in den Monumenta Germaniae Historica herausgegeben und so für die Nachwelt zugänglich gemacht.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel AngilbertVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267044006redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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