Arnulf von Metz
Stammvater und Hausheiliger der Karolinger
rnulf erreichte bei Theudebert II. von Austrasien eine hohe Stellung. 612 wurde er zum Priester geweiht, nachdem seine Frau Doda in ein Kloster eingetreten war. 614 wurde er zum Bischof von Metz erhoben, behielt aber seine politischen Ämter bei. Zusammen mit Pippin dem Älteren legte er 613 den Grundstein für den Aufstieg der späteren Karolinger, indem er den neustrischen König Chlothar II. gegen die in Austrasien und Burgund herrschende Witwe König Sigiberts I., Brunichild, zu Hilfe rief.
Nach dem Sturz Brunichilds herrschte Chlothar fortan im ganzen Frankenreich, musste aber im Edictum Chlotharii die Machtpositionen des austrasischen Adels anerkennen. Arnulf machte sich als Berater am Hofe Chlothars unentbehrlich. Als im Jahr 623 Chlothars fünfzehnjähriger Sohn Dagobert I. zum Unterkönig in Austrasien ernannt wurde, übernahm Arnulf die Position seines Erziehers. Nachdem er und Pippin ihren Einfluss weitgehend einbüßten, als Dagobert 629 nach Neustrien zog, legte er sein Bischofsamt nieder und zog sich in die Abtei Remiremont in den Vogesen zurück, wo er vermutlich 640 gestorben ist.
Arnulf von Metz wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Er ist Schutzpatron der Bierbrauer und Müller. Sein Gedenktag ist der 18. Juli.