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August III.

König von Polen und Kurfürst von Sachsen (1696–1763)

ugust III. war das einzige legitime Kind Augusts des Starken und der Christiane Eberhardine von Brandenburg-Bayreuth. Erzogen wurde er zunächst am Hof seiner Großmutter Anna Sophie in Prettin, unter dem Einfluss der Adelsopposition. Streitpunkt war die Religion, denn Mutter und Großmutter lehnten den Übertritt zum Katholizismus ab, der die Voraussetzung für die spätere polnische Thronfolge war. Sein Vater schickte ihn im Mai 1711 auf eine mehrjährige Kavalierstour durch Europa. Im November 1712 trat der Prinz zum katholischen Glauben über, doch der Schritt blieb jahrelang geheim, um die Opposition im Mutterland der Reformation nicht herauszufordern. Im Oktober 1717 wurde der Übertritt in Wien bekanntgegeben. 1719 heiratete er Maria Josepha von Österreich, die Tochter Kaiser Josephs I. Die Heirat sollte ihm Ansprüche auf das Habsburgische Erbe verschaffen.

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Zum König von Polen wurde er mit Unterstützung Österreichs und Russlands sowie durch Bestechungen gewählt, was den Polnischen Thronfolgekrieg von 1733 bis 1738 auslöste. Die Wahl kam erst zustande, als russische Truppen an der Weichsel erschienen. Am 17. Januar 1734 wurde er in Krakau gekrönt. Im Frieden von Wien 1738 behauptete er die Krone, bei einem deutlichen Souveränitätsverlust Polen-Litauens. Der Streit der Magnatengruppen Czartoryski und Potocki ließ fast alle Reichstage ergebnislos enden. In Sachsen führte Heinrich von Brühl von 1738 bis 1756 die alleinige Regierung und wurde 1746 formell Premierminister.

In den Schlesischen Kriegen versuchte Brühl zunächst, Preußen zu isolieren. Sachsen trat am 19. Oktober 1741 der Nymphenburger Allianz bei, rückte mit den Verbündeten in Prag ein und stimmte am 24. Januar 1742 für die Kaiserwahl Karl Albrechts von Bayern. Die Schlacht von Kesselsdorf endete am 15. Dezember 1745 mit einer Niederlage, Dresden wurde besetzt. Später entschloss sich Friedrich II. zum Präventivschlag, als Sachsen weder politisch noch militärisch vorbereitet war. Die sächsische Armee kapitulierte, der König zog nach Warschau. Allein Preußen zog Kontributionen von etwa 48 Millionen Reichstalern aus dem Land. Als der Krieg 1763 im Hubertusburger Frieden endete, war Sachsen ruiniert. August III. starb am 5. Oktober 1763 bei einem Opernbesuch.

Die Dresdner Oper war eine der größten Bühnen Europas und fasste in den 1750ern 2.000 Zuschauer. Das Personal kostete jährlich über 100.000 Taler. August III. war auch als Gemäldesammler bekannt; Ankäufer waren für ihn in ganz Europa tätig. Ab 1747 wurden die Bilder im umgebauten Stallgebäude am Jüdenhof gezeigt und öffentlich zugänglich gemacht, was damals keine Selbstverständlichkeit war. Als bedeutendstes Bild gilt heute die 1754 erworbene Sixtinische Madonna von Raffael.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel August III.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270425392redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Atelier/Werkstatt von Pietro Rotarientstanden 1755–1756Public domainQuelle