Burchard III. (Schwaben)
Herzog von Schwaben
urchard war Sohn Herzog Burchard II. von Schwaben und dessen Frau Regelinda. Nach dem Tod seines Vaters 926 kam er vermutlich nach Sachsen und wurde dort mit Wieltrud aus der Familie der Immedinger vermählt, damit der neue schwäbische Herzog Hermann I. nicht gestört wurde. Von 950 bis 954 war Liudolf, Sohn König Ottos I. und Schwiegersohn Hermanns I., Herzog von Schwaben. Nach einem gescheiterten Aufstand gegen seinen Vater verlor Liudolf sein Herzogtum, mit dem Burchard 954 auf der Reichsversammlung von Arnstadt belehnt wurde. Seine Verwandtschaft mit Königin Adelheid von Burgund könnte dabei eine Rolle gespielt haben.
Burchard gehörte zu den Vertrauten Ottos I. und kämpfte am 10. August 955 mit ihm in der Schlacht auf dem Lechfeld sowie auf dessen Italienzügen. 965 führte er auf Ottos Auftrag den dritten Italienzug gegen König Berengar II. von Italien. Sein Sieg in der Schlacht am Po am 25. Juni 965 sicherte Otto die langobardischen Herzogtümer in Süditalien und 972 deren Eingliederung in das Heilige Römische Reich. Burchard starb im November 973 und wurde in der heute nicht mehr existierenden Erasmus-Kapelle der Klosterkirche auf der Insel Reichenau im Bodensee beigesetzt. Nach seinem Tod vergab König Otto II. das Herzogtum an Otto I. von Schwaben, den Sohn seines Halbbruders Liudolf.
Über Burchards Ehen ist wenig sicher belegt. Eine erste Ehe mit Wieltraut aus der Familie der Immedinger, aus der angeblich fünf Kinder hervorgingen, lässt sich nicht mit wissenschaftlichen Quellen nachweisen. Historisch einzig belegt ist seine Ehe seit 954 mit Hadwig, Tochter des bayerischen Herzogs Heinrich I. Diese Verbindung blieb vermutlich kinderlos.