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Hadwig (Schwaben)

Herzogin von Schwaben

adwig war Tochter des späteren bayerischen Herzogs Heinrich I. und dessen Frau Judith, zugleich Nichte des ostfränkischen Kaisers Otto I. Eine geplante Ehe mit dem byzantinischen Kaiser Romanos II. scheiterte an ihrer Weigerung. Mit ihrem Mann Burchard III. ist sie untrennbar mit dem Hohentwiel bei Singen verbunden, den beide zur Herzogsresidenz ausbauten. Nach Burchards Tod wurde der Twiel ihr Witwensitz. Um 970 entstand dort das Kloster St. Georgen. Im Kloster Reichenau wurde eine bis heute erhaltene Liste der Brüder auf dem Twiel geführt.

RoseneggOrt auf der Karte 164847.7647 N, 8.8189 OAuf der Karte zeigen

Nach Burchards Tod 973 war die Ehe kinderlos geblieben, und Kaiser Otto II. nutzte dies, um einen neuen Herzog zu bestimmen. Er übertrug das Herzogtum an Otto I. von Schwaben, den Sohn seines Halbbruders Liudolf. Hadwig, damals höchstens 34 Jahre alt, wurde dennoch weiterhin in Urkunden und in den Klostergeschichten des Mönchs Ekkehard IV. als dux bezeichnet, obwohl sie noch zwei legitime Herzöge erlebte. Sie mischte sich weiter aktiv in die Politik ein und wollte ihren Vertrauten Ekkehard II. als Erzieher für den künftigen Otto III. durchsetzen. Aus Burchards Testament verfügte sie über Amtsgut, das sie teils an Klöster übertrug. Dem Kloster Reichenau überließ sie mehrere verwüstete Talschaften, deren Nutzung ihr zeitlebens zustand; später überzeugte Abt Witigowo sie, ihre Ansprüche ganz an das Kloster abzutreten.

Hadwig verstand sich weiterhin als Erbin Alamanniens, während sich unter den Ottonen allmählich das Lehenswesen durchsetzte. Da diese Entwicklung noch am Anfang stand, ließen sowohl Kaiser Otto II. als auch der neue Schwabenherzog Otto I. sie gewähren. Später verbündete sie sich, wie ihre Schwester Gerberga II., Äbtissin des Stifts Gandersheim, mit ihrem Bruder Heinrich II. von Bayern, der wegen ihr den Anspruch auf den Schwabenherzogtitel erhob. Nach dessen zweiter Niederlage 984 gegen den neuen Herzog Konrad I. verlor auch Hadwig an Einfluss. Noch 994 traf König Otto III. sie und ihren Bruder auf dem Hohentwiel, um seine Ansprüche geltend zu machen. Nach ihrem Tod 994 kümmerte sich Otto III. persönlich um den Nachlass und machte den Twiel wohl zum Reichsgut.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Hadwig (Schwaben)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 263351858redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Unbekannt (Fotograph:Joh. M. Schatz)entstanden 1437Public domainQuelle