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Clemens VII. (Gegenpapst)

Gegenpapst (1378–1394)

unächst Kanonikus in Paris, wurde Robert Graf von Genf 1359 Apostolischer Protonotar, 1361 Bischof von Thérouanne, 1368 Bischof von Cambrai und am 30. Mai 1371 von Papst Gregor XI. zum Kardinal erhoben. Dieser bestellte ihn 1376–1378 auch zum Legaten in Oberitalien, um die dortigen papst- und franzosenfeindlichen Aufstände niederzuschlagen. Nach dem Massaker an etwa 4000 Bürgern der Stadt Cesena nannte man Robert von Genf nur noch den Henker von Cesena.

Die Wahl Urbans VI. war unter bedenkenswerten Umständen zustande gekommen. Urban VI. enttäuschte aber die Erwartungen der Kardinäle: Er weigerte sich, nach Avignon zurückzukehren, und ernannte neunundzwanzig neue Kardinäle, von denen nur drei Franzosen waren. Dreizehn Kardinäle verließen erbost Rom und reisten nach Fondi. In Fondi wählten die jetzt vierzehn Kardinäle am 20. September 1378 Robert von Genf zum Papst. Dieser nannte sich fortan Clemens VII. Dies führte zum großen abendländischen Schisma, das bis zum Konzil von Konstanz 1417 andauerte.

Nachdem die Engelsburg am 28. April 1379 an Urban gefallen war, musste Clemens von Italien ins sichere Avignon fliehen. Die Stadt gehörte damals rechtlich zum Heiligen Römischen Reich und war Untertan der Grafen der Provence, die Vasallen des römisch-deutschen Kaisers und nicht des französischen Königs waren. Allerdings hatte schon beim Kauf der Grafschaft Avignon durch Clemens VI. am 12. Juni 1348 der deutsche König und spätere Kaiser Karl IV. auf alle Rechte als Lehnsherr verzichtet.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Clemens VII. (Gegenpapst)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 267735810mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Henri Serrurentstanden 1850CC BY-SA 4.0Quelle