Donau
zweitgrößter Strom und größter Meereszufluss Europas, fließt ins Schwarze Meer
Zehn Anrainerstaaten
ie Donau hat zehn Anrainerstaaten. Deutschland hat einen Anteil von 7,3 Prozent am Einzugsgebiet, Österreich 9,9 Prozent, die Slowakei 5,9 Prozent, Ungarn 11,4 Prozent, Kroatien 4,3 Prozent, Serbien 9,5 Prozent und Rumänien 28,4 Prozent. Bulgarien, die Republik Moldau und die Ukraine liegen nur an einem Ufer, mit Anteilen von 5,9 Prozent, 1,5 Prozent und 4,0 Prozent. Insgesamt bilden 1071 Kilometer, also 37 Prozent des Donaulaufs, eine Staatsgrenze. Weitere Länder haben Anteile am Einzugsgebiet des Flusses.
Die Griechen und das Eiserne Tor
Im siebten Jahrhundert vor Christus segelten Griechen, die vom Schwarzen Meer über die Stadt Tomis, das heutige Constanța, kamen, die Donau flussaufwärts. Ihre Erkundungsreise endete am Eisernen Tor, einer felsigen Kataraktstrecke voller Untiefen. Der gefährliche Verlauf entlang der Linie von Südkarpaten und Serbischem Erzgebirge, an der heutigen Grenze von Rumänien zu Serbien, machte den griechischen Schiffen die Weiterreise unmöglich.
Vom offenen Fluss zur geregelten Wasserstraße
Ursprünglich war die Donau ein offener Handelsfluss, nutzbar für jedermann, doch jedes Uferland erhob Handelszölle. Im Pariser Frieden 1856 wurde das Recht des freien Handels auf der Donau erstmals kodifiziert, und es wurde eine Europäische Donaukommission gegründet. Diese Regelung lehnte sich an die Bestimmungen der Wiener Kongressakte von 1815 zur freien Schifffahrt an.
Alte Handelsroute
Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Schon in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren wie Pelze, die meist auf einfachen Flößen den Fluss entlang transportiert wurden.