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Eduard III. (England)

König von England (1327-1377)

ach dem Tod Karls IV. von Frankreich 1328 beanspruchte Eduard III. als dessen Enkel den französischen Thron. Spannungen mit Philipp VI. wuchsen, bis französische Truppen 1337 Aquitanien und Ponthieu besetzten und Eduard den Krieg erklärte. Damit begann der Hundertjährige Krieg. Eduard verbündete sich mit Kaiser Ludwig dem Bayern und war 1338 dessen Gast beim Hoftag in Koblenz. Er erhielt Unterstützung von Adligen und Städten am Rhein und in Flandern sowie Kredite italienischer Bankhäuser wie der Peruzzi und Bardi aus Florenz. Nach der Seeschlacht von Sluis 1340 erklärte er sich zum König von Frankreich. 1346 landete er mit 15.000 Männern in der Normandie, gewann Caen und siegte am 26. August in der Schlacht bei Crécy. 1347 endete die Belagerung von Calais mit dessen Eroberung. Nach dem Tod Ludwigs 1347 wurde Eduard am 10. Januar 1348 in Lahnstein zum Gegenkönig gewählt, verzichtete aber am 10. Mai auf die römisch-deutsche Krone. 1348 beendete die Pest jedes weitere Kriegführen.

Nach der Übernahme der Macht gelang es Eduard, die früheren Anhänger Mortimers auf seine Seite zu bringen. Er nahm den Kampf gegen Schottland wieder auf, brach das Abkommen von Edinburgh und Northampton und erneuerte den Anspruch auf die Oberhoheit. Er gewann Berwick zurück und siegte 1333 in der Schlacht bei Halidon Hill gegen David II. von Schottland, worauf er Edward Balliol die schottische Krone verschaffte. Die Schotten erholten sich jedoch unter Andrew Murray und besiegten Balliols Gefolgsleute 1335 in der Schlacht von Culblean. 1337 waren nur noch wenige Burgen wie Edinburgh, Roxburgh und Stirling in englischer Hand. 1357 schloss Eduard den Vertrag von Berwick mit David II., der ihn zum Vasallen machte, ohne dass Schottland der englischen Krone direkt unterstellt wurde.

Im Alter wurde Eduard senil, seine Herrschaft war zunehmend von Trägheit und Misserfolgen geprägt. Nach dem Tod seiner Frau Philippa und des Henry von Grosmont ging die Regierungsgewalt an Günstlinge und Mätressen über. Sein Sohn John of Gaunt führte die Geschäfte, konnte militärische Rückschläge aber nicht verhindern. Der französische König Karl V. gewann mit seinem Connetable Bertrand du Guesclin verlorenes Land zurück, sodass den Engländern nur noch Bordeaux, Calais und Bayonne blieben. Die hohen Steuern führten 1376 zum Guten Parlament, das den Sturz der Günstlinge um Alice Perrers erzwang und eine jährliche Parlamentssitzung sowie gewählte Abgeordnete verlangte. Eduard starb 1377 vermutlich an den Folgen eines Schlaganfalls und wurde in der Westminster Abbey bestattet. Sein Enkel Richard II. folgte ihm auf den Thron.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Eduard III. (England)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 268783387redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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