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Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg

Pfalzgräfin von Neuburg, durch Heirat Kaiserin des Heiligen römisches Reiches

leonore Magdalene war die älteste Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm von der Pfalz und seiner zweiten Frau Elisabeth Amalie. Sie war sorgfältig ausgebildet, versiert in mehreren Sprachen und geübt in Musik, Komposition und Dichtkunst. Von ihrer Mutter mit Kälte behandelt, entwickelte sie früh eine tiefe religiöse Zurückgezogenheit und wollte ins Kloster gehen, was jedoch vereitelt wurde. Sie wies zunächst alle Bewerber ab. Am 14. Dezember 1676 heiratete sie in Passau Kaiser Leopold I. Da dessen beide früheren Frauen keinen überlebenden Thronfolger geboren hatten, wurde von ihr männlicher Nachwuchs erwartet. Sie gebar drei Söhne und verhinderte damit das vorzeitige Erlöschen des Hauses Habsburg. 1689 wurde sie Königin von Ungarn, 1690 in Augsburg zur Kaiserin gekrönt, eine Woche vor der Krönung ihres ältesten Sohnes zum deutschen König ebendort. Nach dem Tod ihres ältesten Sohnes 1711 übernahm sie für ihren jüngeren Sohn die Regierungsgeschäfte, bis dieser aus Spanien zurückkehrte, und beendete im selben Jahr im Frieden von Szatmar die Rebellion des Fürsten Franz II. Rákóczi.

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Die engen Beziehungen zwischen den Wittelsbachern in Düsseldorf und den Habsburgern in Wien wurden auch durch die Ehe von Eleonores Bruder Kurfürst Johann Wilhelm mit Kaiser Leopolds Halbschwester Maria Anna unterstrichen. Zwei Hofkanzler Österreichs stammten aus pfalz-neuburgischen Diensten. In Ermangelung eigener Mitglieder des habsburgischen Hauses zur Zeit Kaiser Leopolds gewannen die Schwager und Schwägerinnen der Wittelsbacher Linie Pfalz-Neuburg an Bedeutung. Eleonores jüngere Brüder machten Karrieren in der Reichskirche, ihre Schwestern gelangten durch Ehen auf europäische Throne. 1685 unterstützte der Wiener Hof die Pfalz-Neuburger bei ihrer Nachfolge in der pfälzischen Kurwürde.

Eleonore wurde als strenge und fromme Frau beschrieben, die sich intensiv mit religiösen Dingen beschäftigte. Nach dem Tod ihres Gemahls legte sie nie mehr die Trauerkleidung ab. Durch ihre Bemühungen kam das Gnadenbild der Weinenden Madonna von Pötsch in den Stephansdom in Wien. Im Mai 1711 wies sie den kaiserlichen Statthalter in München, Fürst Löwenstein, an, die Gründung des Klosters der Unbeschuhten Karmelitinnen und der Dreifaltigkeitskirche zu unterstützen, worauf die Administration die Kosten für die Baumaterialien übernahm. Nach ihrem eigenen Wunsch wurde sie in einem einfachen hölzernen Sarg im Gewand des Ordens der Sklavinnen Marias beigesetzt. Ihre Enkeltochter Maria Theresia ließ die sterblichen Überreste später in einen Prunksarg umbetten.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Eleonore Magdalene von Pfalz-NeuburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 265180106redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Unbekannter Malerentstanden 1676Public domainQuelle