Essen
Großstadt im Ruhrgebiet, Regierungsbezirk Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
m 845 gründete eine Adelsfamilie um den späteren Bischof von Hildesheim, Altfrid, das Stift Essen für die Töchter des sächsischen Adels. Die Gründung geschah vermutlich auf eigenem Grund, genannt Astnidhi beziehungsweise coenobium Astnide. Die beiden ersten Äbtissinnen, beide mit dem Namen Gersuith, gehörten dieser Adelsgruppe an.
Im Dreißigjährigen Krieg standen sich die evangelische Stadt und das Stift gegenüber. Die damalige Äbtissin Maria Clara von Spaur, Pflaum und Valör holte 1623 katholische Spanier nach Essen, um gegenreformatorisch gegen die evangelische Stadt vorzugehen. 1624 wurde ein Rekatholisierungsgesetz erlassen, der Kirchgang der Bürger wurde kontrolliert.
Im Jahr 1802 besetzten preußische Truppen das Territorium des Stifts Essen, da es im Zuge der Säkularisation als Entschädigung für Verluste auf dem linken Rheinufer dienen sollte. Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 bestätigte dies staatsrechtlich. Essen und Werden wurden der Grafschaft Mark inkorporiert.
Am 11. Januar 1923 begann die Ruhrbesetzung durch den Einmarsch französischer und belgischer Truppen ins Ruhrgebiet. Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré war überzeugt, dass Deutschland seinen im Friedensvertrag von Versailles festgelegten Reparationszahlungen absichtlich nicht nachkomme.