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Ferdinand I. (Österreich)

Kaiser von Österreich, König von Böhmen und Ungarn

ach dem Tod seines Vaters Franz I. am 2. März 1835 folgte Ferdinand ihm auf dem Kaiserthron nach, ohne dass es einer Krönung bedurft hätte. Am 7. September 1836 empfing er in Prag die Krone von Böhmen, am 6. September 1838 wurde er zum König von Lombardo-Venetien gekrönt. Da seine Führungsschwäche für das absolutistische System ein Problem darstellte, trafen im Namen Ferdinands drei Personen die Entscheidungen: sein Bruder Erzherzog Franz Karl, Staatskanzler Metternich und Staatsminister Kolowrat-Liebsteinsky. Dennoch erließ er 1835 das erste Baugesetz der Monarchie, 1839 das Familienstatut des Erzhauses, und unter ihm entstand die erste Bahnstrecke der Monarchie zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram. 1846 führte der Aufstand in Krakau zur Annexion der Stadt durch Österreich.

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Die Märzrevolution 1848 veranlasste Metternich am 13. März zum Rücktritt. Ferdinand hob am 15. März die Zensur auf und ließ am 25. April die Pillersdorfsche Verfassung erlassen, was den Revolutionären jedoch nicht genügte. Nach der Sturmpetition vom 15. Mai zog der Hof nach Innsbruck, kehrte im August nach Wien zurück, floh aber nach dem Oktoberaufstand nach Olmütz. Da der ratlose Kaiser im Jahresverlauf sechs Ministerpräsidenten verbraucht hatte, empfahl ihm die Familie, die Regierung abzugeben. Sein Bruder Franz Karl verzichtete auf die Thronfolge zugunsten von dessen Sohn Franz Joseph, und Ferdinand legte am 2. Dezember 1848 in Olmütz die Regierung nieder.

Nach der Regierungsübergabe, die nicht als Abdankung galt, lebte Ferdinand zurückgezogen in Mähren und auf dem Hradschin in Prag. Mit 55 Jahren übernahm er selbst die Verwaltung seiner böhmischen Güter und steigerte deren Erträge durch geschickte Bewirtschaftung. Sein Vermögen bildete nach seinem Tod am 29. Juni 1875 in Prag den Grundstock für das Vermögen Kaiser Franz Josephs I. Wie viele Habsburger wurde er in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt, wobei Herz und Eingeweide nach traditionellem Ritual getrennt in der Loretokapelle und der Herzogsgruft bestattet wurden.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Ferdinand I. (Österreich)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270460276redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Eduard Edlingerentstanden 1843Public domainQuelle