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Ferdinand IV. (HRR)

König des Heiligen Römischen Reiches, von Böhmen und Ungarn

erdinand Franz war der älteste Sohn Kaiser Ferdinands III. und dessen erster Gemahlin Maria Anna von Spanien. 1652 wurde bei einem Besuch mehrerer Kurfürsten am Prager Hof vereinbart, ihn zum römisch-deutschen König zu wählen. Die Wahl erfolgte am 31. Mai 1653, die Krönung am 18. Juni durch den Kurfürsten und Erzbischof von Mainz Philipp von Schönborn in Regensburg. Ein Jahr später starb Ferdinand an den Pocken, ihm folgte sein jüngerer Bruder Leopold I. nach. Da er vor dem 1657 erfolgten Tod seines Vaters starb, wurde er nie Kaiser. Die Wahl Leopolds erfolgte schließlich 1658.

WienOrt auf der Karte 164848.2083 N, 16.3725 OAuf der Karte zeigen

Als Ferdinand am 9. Juli 1654 in Wien an Pocken starb, wurde sein Leichnam noch am selben Abend seziert, einbalsamiert und auf einem Schaubett öffentlich zur Schau gestellt. Einen Tag nach seinem Tod wurde sein Herz in die Augustinerkirche bei der Hofburg übertragen und in der Loretokapelle beigesetzt, da er die Madonna von Loreto besonders verehrte. Damit begründete er eine bis ins 19. Jahrhundert anhaltende Tradition der Habsburger. Sein Körper wurde nach mehrtägigen Trauerfeiern in der Kapuzinergruft bestattet, seine Eingeweide in einer Urne in der Herzogsgruft im Stephansdom. Er gehört damit zu 41 Personen mit einer Getrennten Bestattung auf alle drei traditionellen Wiener Begräbnisstätten der Habsburger.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Ferdinand IV. (HRR)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 257642690redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Anselm van Hulle / Pieter de Jode der Jüngereentstanden 1717Public domainQuelle