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Friede von Basel

Frieden im ersten Koalitionskrieg von 1795

794 erklärte Berlin den Reichsständen, die militärische Beteiligung Preußens an der Koalition gegen Frankreich sei nicht mehr finanzierbar. Sollten die anderen Reichsfürsten sich weigern, Finanzmittel bereitzustellen, drohte Preußen entgegen den reichsrechtlichen Statuten mit dem Abzug seiner Truppen. Der polnische Kościuszko-Aufstand bot Preußen zugleich eine willkommene Gelegenheit, durch eine Intervention Gebietsgewinne zu erzielen, die im Krieg gegen Frankreich bislang ausgeblieben waren. Preußen stand damit vor dem Staatsbankrott und musste sich entscheiden: entweder auf Finanzhilfen angewiesen bleiben oder den wenig erfolgversprechenden Einsatz am Rhein beenden, um sich an der Aufteilung Polens zu beteiligen.

Der Friede bestand aus drei getrennten Verträgen. Am 5. April 1795 einigten sich Frankreich und Preußen auf einen bereits seit 1794 diskutierten Vertrag, den François Barthélemy und Karl August von Hardenberg in der Nacht auf den 6. April unterzeichneten, jeder in seiner eigenen Basler Unterkunft. Preußen überließ Frankreich seine linksrheinischen Besitzungen und erhielt in einem Geheimartikel das Versprechen einer rechtsrheinischen Entschädigung, falls das linke Rheinufer in einem allgemeinen Frieden endgültig an Frankreich fiele. Der Basler Stadtschreiber Peter Ochs hatte als Vermittler wesentlichen Anteil an diesem Abschluss, ebenso soll der französische Diplomat Théobald Bacher großen Einfluss gehabt haben. Am 15. April 1795 wurde der Vertrag in Berlin ratifiziert.

Am 17. Mai 1795 erklärten der Westfälische Kreis, Ober- und Niedersachsen, Franken, Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt ihre Neutralität, abgegrenzt durch eine Demarkationslinie, die vom Niederrhein über Limburg und Höchst bis Darmstadt und weiter bis zur Elbe oberhalb von Dresden verlief und Meissen und die Lausitz von Böhmen trennte. Am 22. Juni 1795 unterzeichneten Frankreich und Spanien, vertreten durch Domingo de Iriarte, im Stadtpalais von Peter Ochs einen weiteren Vertrag, wonach Spanien seinen Anteil an Hispaniola an Frankreich abtreten musste. Damit schieden Preußen und Spanien als Hauptgegner aus dem Ersten Koalitionskrieg aus. Am 28. August 1795 folgte der Friedensschluss zwischen Frankreich und Hessen-Kassel. Während der Verhandlungen wurde außerdem die Herzogin von Angoulême, Tochter des geköpften Ludwig XVI., gegen fünf Kommissare des Konvents ausgetauscht.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Friede von BaselVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269880067redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0