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Friede von Pressburg

Friede nach dem 3. Koalitionskrieg 1805

sterreich musste die Grafschaft Tirol und Vorarlberg von Vorderösterreich an das neugeschaffene Königreich Bayern und den Breisgau an das Kurfürstentum Baden abtreten. Der Rest von Vorderösterreich wurde unter Baden und dem ebenfalls ab 1. Januar 1806 zum Königreich erhobenen Württemberg aufgeteilt. Venetien, Istrien, Dalmatien und Cattaro, erst 1797 beim Frieden von Campo Formio zu Österreich gekommen, fielen an das napoleonische Königreich Italien. Das ehemalige Hochstift Augsburg und der nordöstliche Teil des ehemaligen Hochstifts Passau fielen an Bayern. Das vormalige Erzstift Salzburg und die Fürstpropstei Berchtesgaden kamen im Ausgleich an Österreich. Der bisherige Kurfürst von Salzburg wurde von Bayern mit dem neu geschaffenen Großherzogtum Würzburg entschädigt. Franz I. musste Napoléon als Kaiser, die Rangerhöhung der Kurfürsten von Pfalzbayern und Württemberg zu Königen und die volle Souveränität der neuen Könige und des Kurfürsten von Baden anerkennen sowie im Voraus einem engen Bund Napoleons mit deutschen Fürsten zustimmen, dem späteren Rheinbund. Der Deutsche Orden und der Malteserorden wurden säkularisiert bzw. aufgelöst.

Bereits im Oktober 1805, noch während des Krieges, waren Napoleon und sein Außenminister Talleyrand über die Behandlung des besiegten Österreichs aneinandergeraten. Talleyrand forderte, Österreich zu schonen und zu erhalten. Tirol und Venetien sollten zwar abgetrennt, aber nicht anderen Staaten zugeschlagen werden, sondern als neutrale Pufferstaaten dienen. Tirol sollte einem österreichischen Prinzen als Sekundogenitur gegeben werden, Venedig wieder Republik werden. Frankreich sollte sich hinter seine natürlichen Grenzen zurückziehen und die Besetzung der Schweiz und der Niederlande beenden. Als Entschädigung für den Verlust Tirols und Venetiens sollten Österreich die Donaufürstentümer Moldau und Walachei sowie die Dobrudscha versprochen werden, um Russlands Vormarsch auf dem Balkan zu blockieren und Österreich mit Russland zu verfeinden.

Österreich verlor durch den Friedensschluss ein Sechstel seiner Untertanen sowie ein Siebtel seiner Staatseinnahmen. Der Friede besiegelte eine der bittersten Niederlagen Österreichs und führte im Jahr darauf zur Gründung des Rheinbundes und zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches durch Franz II. Die Abtretung Tirols an Bayern führte später zu Aufständen der Bauern unter Andreas Hofer, die dem österreichischen Kaiser zugesagte Autonomie und Wehrfreiheit nicht mehr aufgeben wollten, was der nachmalige König von Bayern Maximilian I. nicht anerkannte. Die meisten Vertragsklauseln wurden 1815 im Rahmen des Wiener Kongresses storniert, insbesondere in Bezug auf Tirol und die venetisch-adriatischen Gebiete. Salzburg kam 1816 mit dem Vertrag von München nochmals an Österreich.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Friede von PressburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270370053redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Philippe-Nolasque Bergeretentstanden 1822Public domainQuelle