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Gallien

historisches Gebiet

Die römische Eroberung

b 125 v. Chr. begann Rom mit der Eroberung der Mittelmeerküste und des Rhônetals. 121 v. Chr. entstand die Provinz Gallia Narbonensis mit Narbo als Zentrum. Ab 113 v. Chr. fielen Kimbern und Teutonen ein, die 105 v. Chr. zwei römische Heere bei Arausio schlugen. Gaius Marius besiegte die Teutonen 102 v. Chr. bei Aquae Sextiae und die Kimbern 101 v. Chr. bei Vercellae. Zwischen 58 und 51 v. Chr. eroberte Gaius Iulius Caesar Gallien bis zum Rhein in blutigen Feldzügen. Der Aufstand des Vercingetorix wurde 52 v. Chr. bei Alesia niedergeschlagen. Nach modernen Schätzungen fanden viele Millionen Gallier den Tod. Die Drusus-Feldzüge von 12 bis 9 v. Chr. sicherten das Gebiet vorübergehend gegen germanische Einfälle, bis zur Varusniederlage 9 n. Chr.

Kaiserzeit und Romanisierung

Nach der Befriedung entstand eine römische Zivilverwaltung mit Latein als Amtssprache, aus der später das Vulgärlatein und daraus das Französische hervorging. Unter Kaiser Augustus wurde Gallien administrativ eingegliedert, aus der Gallia comata entstanden die Provinzen Gallia Aquitania, Gallia Lugdunensis und Gallia Belgica. Lugdunum wurde Zentrum eines Kaiserkults. Unter Domitian entstanden um 85 n. Chr. die Provinzen Germania superior und Germania inferior. 212 verlieh Caracalla allen freien Reichsbewohnern das römische Bürgerrecht. Die erste Blüte endete während der Reichskrise des 3. Jahrhunderts, als das Gebiet ab 260 einige Jahre als Gallisches Sonderreich faktisch unabhängig war, bevor Aurelian es wieder unterwarf.

Spätantike und Ende der römischen Herrschaft

Unter Diokletian stabilisierte sich die Lage, um 300 residierten Kaiser zeitweilig in Trier, Paris und Vienne. Mit dem Rheinübergang von 406 drangen Vandalen, Alamannen, Westgoten, Burgunden und Franken nach Gallien ein. Im 5. Jahrhundert etablierten Franken, Burgunden und Westgoten ihre Herrschaft. Bis 486/487 hielt sich in Nordgallien Syagrius, der von Gregor von Tours als König der Römer bezeichnet wurde. Chlodwig I. eroberte 486/487 dessen Herrschaftsbereich und besiegte 507 die Westgoten, sodass fast ganz Gallien fränkisch war. Bis 540 eroberten seine Nachkommen auch die restlichen Gebiete. Die gallorömische Aristokratie und die Kirche pflegten die antike Kultur noch länger, doch spätestens im späten 6. Jahrhundert begann das Frühmittelalter.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel GallienVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269578421redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Gustav Droysenentstanden 1886Public domainQuelle