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Gaius Iulius Caesar

römischer Staatsmann, Feldherr und Autor (100 v. Chr. bis 44 v. Chr.)

Der Krieg in Gallien

aesar hatte sich zunächst Illyrien als Provinz gesichert; die Statthalterschaft in Gallien kam erst hinzu, als der ursprünglich vorgesehene Promagistrat starb. Als Prokonsul konnte er legal Truppen aufstellen, die persönlich auf ihn eingeschworen waren. Um Macht und Reichtum auszubauen, suchte er einen großen Krieg außerhalb der Reichsgrenzen und fand ihn bei den zerstrittenen gallischen Stämmen. Als die Helvetier die Nordgrenze gefährdeten, griff Caesar militärisch ein und schlug sie bei Bibracte zurück. Danach zog er gegen die Sueben unter Ariovist und schlug sie über den Rhein zurück. Im zweiten Jahr unterwarf er die Belger, die als tapferstes Volk unter den gallischen Stämmen galten, erst nach heftigen Kämpfen.

Neuordnung und Alleinherrschaft

Schon vor der endgültigen Alleinherrschaft in Rom betrieb Caesar eine umfangreiche Gesetzestätigkeit, um das Staatswesen grundlegend zu reformieren. Er plante die Überarbeitung der Gesetze, eine große Bibliothek, ein neues Senatsgebäude, Bauvorhaben auf dem Campus Martius und die Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe. Mit dem julianischen Kalender führte er einen verbesserten Kalender ein und belebte durch seine Kolonien die Städte Karthago und Korinth wieder. Nach seiner Rückkehr aus Ägypten 46 v. Chr. ließ er sich zum Diktator auf zehn Jahre ernennen, nach seinem Erfolg in Spanien 44 v. Chr. zum Diktator auf Lebenszeit. Dieser Titel und sein Auftritt in Königstracht am Lupercalienfest erweckten den Verdacht, er wolle eine Monarchie errichten.

Das Ende des Diktators

Caesar wurde am 15. März 44 v. Chr. von einer Gruppe Senatoren um Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus während einer Senatssitzung im Theater des Pompeius durch zahlreiche Dolchstiche ermordet. An der Tat waren über 60 Personen beteiligt. Caesar plante, bald in den Partherkrieg zu ziehen, weshalb Dolabella ihm als Konsul nachfolgen sollte. Ein weiterer Punkt der geplanten Senatssitzung war Gerüchten zufolge die Erlaubnis, außerhalb Roms und Italiens den Titel rex zu führen, da eine Weissagung besagte, nur ein König könne die Parther besiegen.

Was nach Caesars Tod geschah

Dem Tod Caesars folgten weitere innere Wirren und Bürgerkriege bis zum Jahr 30 v. Chr. Marcus Antonius, Caesars Adoptivsohn Octavian und Marcus Aemilius Lepidus bildeten das zweite Triumvirat. In der Schlacht bei Philippi besiegten Antonius und Octavian die Verschwörer um Brutus und Cassius. Anschließend schaltete Octavian seine Mitstreiter aus und besiegte Antonius in der Schlacht von Actium. Er wurde ab 31 v. Chr. Alleinherrscher, vermied jeden Anschein einer Monarchie und nannte sich princeps. Unter dem Ehrennamen Augustus begründete er das Römische Kaiserreich, den Prinzipat, und beendete die Republik endgültig.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Gaius Iulius CaesarVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270099365redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Ángel M. Felicísimo from Mérida, EspañaPublic domainQuelle