Kontextartikel1 Min. Lesezeit

Gelnhausen

Kreisstadt im Main-Kinzig-Kreis, Hessen, Deutschland

it langgestrecktem Unter- und Obermarkt, fünf erhaltenen Tortürmen und Teilen der alten Stadtbefestigung hat sich die frühere Reichsstadt ihr mittelalterliches Gepräge erhalten. Die Stadtgründung von Gelnhausen erfolgte im Jahr 1170 durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa, was ihr den heute geläufigen Beinamen Barbarossastadt einbrachte. Dies geschah, indem drei Dörfer am Hang nördlich der Kinzig zusammengeschlossen wurden, eines davon Gelnhausen genannt.

Die Kaiserpfalz, auch Barbarossaburg genannt, wurde gleich nach der Stadtgründung um 1170 südöstlich von Gelnhausen auf einer Kinziginsel gebaut, wahrscheinlich auf dem Platz der früheren Burg der Reginbodonen. Sie war einer der kleineren Pfalzbauten Barbarossas. Zusätzlich zu ihrer Funktion als Pfalz des deutschen Königs diente sie auch als Verwaltungssitz für das um den Pfalzbau liegende Königsgut. Um ihre Funktion zu unterstreichen, wurde sie in deutlich sichtbarem Abstand zum eigentlichen Stadtgebiet gebaut.

Das an der Schauseite mit staufischen Bauelementen reich verzierte Gebäude am Untermarkt war im Mittelalter Sitz des kaiserlichen Vogts und des kaiserlichen Gerichts der Reichsstadt, dann wohl auch von Bürgermeister und Rat, bis diese in das Rathaus am Obermarkt umzogen.

Der Hexenturm ist ein original erhaltener Geschützturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Er wurde zwischen 1447 und 1478 während der Hussitenkriege erbaut, um die Stadt gegen Angriffe der Taboriten, einer radikalen Gruppe von Hussiten, zu schützen. Deren Bewaffnung umfasste auch kleinere Belagerungsgeschütze, die auf Wagen des Trosses fest montiert waren und eine in dieser Form unbekannte Gefahr darstellten.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel GelnhausenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270158966redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Wladyslaw Sojkaentstanden 2007CC BY-SA 3.0Quelle