Hannover
Hauptstadt von Niedersachsen, Deutschland
ährend des Dreißigjährigen Krieges machte Herzog Georg von Calenberg 1636 die festungsartig ausgebaute Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden achtzig Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild, die bis heute prägend sind.
Im Deutschen Krieg von 1866 kämpfte das Königreich Hannover unter Georg V. auf Seiten des Deutschen Bundes und Österreichs gegen Preußen. In der Schlacht bei Langensalza erfocht die hannoversche Armee einen Pyrrhussieg, denn kurz danach musste sie kapitulieren. Damit endete die Eigenständigkeit des Königreichs, und Hannover wurde preußische Provinzhauptstadt.
1920 wurde die Stadt Linden mit den Stadtteilen Alt- und Neu-Linden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum und Ricklingen nach Hannover eingemeindet. Durch diese Eingemeindung wuchs die Einwohnerzahl um etwa 80.000 auf 400.000. Die Stadt veränderte damit ihre Größe erheblich und gewann neue Stadtteile hinzu, die bis heute Teil Hannovers sind.
Bis zum Ende der Frühen Neuzeit wuchs die Bevölkerungszahl Hannovers nur langsam. Während des Spätmittelalters lebten 1435 in der Stadt etwa 5.000 Menschen. Bis 1766 hatte sich diese Zahl auf 11.874 mehr als verdoppelt, was den allmählichen Aufstieg der Stadt in der Frühen Neuzeit belegt.