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Herzogtum Mailand

historisches italienisches Herzogtum (1395–1447; 1450–1535)

Gründung

as Herzogtum entstand 1395, als Gian Galeazzo Visconti, seit 1378 Statthalter der Stadt Mailand, durch Reichsdiplom von König Wenzel von Luxemburg den Titel eines Herzogs von Mailand erhielt. Sitz des Herzogs war die Stadt Mailand. Das Herrschaftsgebiet der Familie Visconti, bestehend aus den ehemaligen Stadtrepubliken Mailand, Como, Bergamo sowie dem Gebiet von Parma, wurde dabei als neues Herzogtum konstituiert.

Die Visconti

Die Visconti waren bereits seit 1311 Herren von Mailand. Gian Galeazzo Visconti vereinte von 1378 bis 1402 die großen Besitztümer der Familie in Lombardei, Teilen des Piemont und der Venetien, der Emilia und einigen Städten Mittelitaliens und wurde 1395 zum Herzog von Mailand ernannt. Nach seinem Tod konnte sein Sohn Giovanni Maria die Eroberungen nicht halten, das Herzogtum brach zusammen. Als Giovanni Maria 1412 getötet wurde, folgte ihm sein Bruder Filippo Maria, der die Eroberungen fortsetzte und in Auseinandersetzungen mit Venedig geriet. Dieser Krieg dauerte von 1423 bis 1433 und endete mit dem Friedensvertrag von Ferrara und der Übergabe von Brescia und Bergamo an Venedig.

Die Republik und die Sforzas

Als die Visconti 1447 ausstarben, erklärte sich Mailand zur Republik, obwohl der Herzog von Orleans der rechtmäßige Erbe gewesen wäre. Die Republik war kurzlebig, denn der Söldnerführer Francesco Sforza riss 1450 die Macht an sich. 1498 wurde der Herzog von Orleans als Ludwig XII. König von Frankreich und machte seine Ansprüche geltend, vertrieb Lodovico Sforza und regierte bis 1513, als die Schweizer die Franzosen verdrängten. 1515 gewannen die Franzosen unter Franz I. bei Marignano, wurden aber 1521 von den Österreichern verdrängt. Nach der Niederlage der Franzosen bei Pavia 1525 schloss sich Francesco II. Sforza der Liga von Cognac an und erhielt Mailand 1529 im Frieden von Cambrai zurück.

Unter den Habsburgern

Als Francesco Sforza 1535 ohne Erben starb, führte die Nachfolgefrage erneut zum Krieg zwischen Kaiser und französischem König. Kaiser Karl V. siegte und übergab das Herzogtum seinem Sohn Philipp II. von Spanien. 1556 wurde Mailand durch die Habsburger Erbteilung Nebenland der Spanischen Krone, 1559 bestätigten die Franzosen dies im Vertrag von Cateau-Cambrésis. Mailand blieb spanisch bis zum Spanischen Erbfolgekrieg, in dem es die Österreicher erobert und 1714 im Frieden erhielten. 1796 wurde es von der französischen Revolutionsarmee unter Napoleon überrannt, im Frieden von Campo Formio trat Österreich es ab und es wurde Teil der Cisalpinischen Republik. 1815 kam es auf dem Wiener Kongress wieder an Österreich und wurde Lombardo-Venetien zugeordnet.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Herzogtum MailandVersionsgeschichteBearbeitungsstand 264688821redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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