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Spanischer Erbfolgekrieg

Kette von Kabinettskriegen unter Ludwig XIV. zum Machtausbau in Nachfolge der Habsburger

ach den vielen Kriegen der vorangegangenen Jahrzehnte bestand im Reich eine gewisse Kriegsmüdigkeit, da der neue Konflikt vor allem als dynastischer Krieg des Hauses Habsburg wahrgenommen wurde. Die französische Politik nutzte dies aus, doch ein wachsender Reichspatriotismus und Misstrauen gegenüber Frankreich spielten der kaiserlichen Seite in die Hände. Der größte Erfolg der französischen Diplomatie war die Gewinnung von Herzog Max Emmanuel von Bayern und seinem Bruder, Erzbischof Joseph Clemens von Köln, als Verbündete, die im Februar und März 1701 Defensivbündnisse mit Frankreich schlossen. Weitere Parteigänger Frankreichs wurden Herzog Anton-Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, der sich durch die Erhebung Hannovers zum Kurfürstentum zurückgesetzt fühlte, und Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg, der mit französischen Subsidien gewonnen wurde. Auch die kaiserliche Politik bemühte sich frühzeitig um Alliierte im Reich.

Nach dem Tod Kaiser Leopolds I. am 5. Mai 1705 führte sein Sohn Joseph I. den Kampf energisch fort. Er erwirkte die Achtserklärung gegen die beiden wittelsbachischen Kurfürsten und ließ die Besetzung von Kurbayern mit teils brutalen Maßnahmen durchsetzen. Im Mittelpunkt der kaiserlichen Diplomatie stand in den Folgejahren die Eingliederung von Kurbayern in den Verbund der habsburgischen Erblande, was zu einem Aufstand der bayerischen Bevölkerung führte, der in der Sendlinger Mordweihnacht blutig niedergeschlagen wurde.

Am 7. März 1714 wurde der Friede zwischen Frankreich und dem Kaiser zu Rastatt abgeschlossen. Um auch das Deutsche Reich in den Frieden aufzunehmen, fand ein Kongress in Baden im Aargau statt, wo der Rastatter Friede in die lateinische Rechtssprache übersetzt und mit Ergänzungen versehen als Friede von Baden am 7. September 1714 angenommen wurde.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Spanischer ErbfolgekriegVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270109282redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Ludolf Bakhuizenentstanden 1700Public domainQuelle