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Rastatter Friede

Beendigung des spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714)

urch den Vertrag fielen Breisach am Rhein, Freiburg im Breisgau und Kehl an Österreich, dazu die Spanischen Niederlande, Sardinien und die früher spanischen Gebiete in Italien, einschließlich der Lombardei mit dem Herzogtum Mailand, das Herzogtum Mantua und das Königreich Neapel. Frankreich musste alle vor allem rechtsrheinischen Eroberungen im Reich räumen, blieb jedoch im Besitz der Stadt Landau in der Pfalz mit ihrer Festung. Kaiser Karl VI. musste den französischen Verbündeten, Kurfürst Max Emanuel von Bayern und dem Erzbischof von Köln, Joseph Clemens von Bayern, ihren früheren Status und Besitz zurückgeben.

Der Vertrag wurde in französischer Sprache abgefasst statt im bisher üblichen Latein. Grund war vor allem das geringe Vertrauen von Marschall Villars in die eigenen Lateinkenntnisse, da er nur militärisch, nicht diplomatisch ausgebildet war. Er fürchtete, bei der Übertragung der Ergebnisse ins Lateinische übervorteilt zu werden, nachdem ihn der französische Außenminister Torcy vor endlosen Verhandlungen über Formulierungen und zeitraubenden Rückfragen bei den Regierungen in Wien und Paris gewarnt hatte. Diese Entscheidung begünstigte Villars Aufnahme in die Académie française am 23. Juni 1714, auf Sitz Nr. 18 in der Nachfolge von Jean-François de Chamillart. Ludwig XIV. hätte dagegen eine lateinische Fassung akzeptiert.

Trotz einer Klausel, dass damit kein Präzedenzfall für künftige internationale Verträge geschaffen werden sollte, entwickelte sich Französisch in der Folge zur Diplomatiesprache. Die Vorbehaltsklausel tauchte in fast identischer Form noch im Präliminarfriedensvertrag von Wien von 1735, im Friedensvertrag von Wien von 1737 und im Friedensvertrag von Aachen von 1748 auf. Im Vertrag von Hubertusburg von 1763 verzichtete man erstmals auf sie.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Rastatter FriedeVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266847057redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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