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Johannes XII.

Papst

ctavian war Sohn des Grafen Alberich II. von Spoleto, Enkel Alberichs I. und der Marozia. Alberich II. ließ 954 auf seinem Sterbelager Papst Agapitus II. und den römischen Adel schwören, seinen Sohn nach dem Tod des Papstes zum Nachfolger zu wählen. Nach Agapitus' Tod im folgenden Jahr wurde Octavian am 16. Dezember 955, höchstens 18 Jahre alt, zum Papst gewählt und nannte sich Johannes XII. Er war der fünfte Papst, der auf Befehl Alberichs gewählt wurde, was dem Dekret des Papstes Symmachus widersprach. Johannes verfolgte die Ziele seines Vaters, der Autonomie Roms und des Kirchenstaates, doch ihm fehlte die nötige Erfahrung. Späteren Darstellungen zufolge war er ungebildet und sprach kein Latein. Trotz tendenziöser Schilderungen durch Liutprand von Cremona gilt als gesichert, dass er kein frommer oder fähiger Papst war. Rather von Verona behauptete, Octavian habe nicht einmal zum römischen Klerus gezählt. Der Liber pontificalis wirft ihm ein Leben in Ehebruch und Eitelkeit vor. Dennoch wurde seine Autorität in der Kirche anerkannt.

Im Jahr 960 besetzte Berengar Gebiete des Kirchenstaates, während er sich im Krieg mit dem Markgrafen von Spoleto befand. Johannes rief den ostfränkischen König Otto I. zu Hilfe. 961 zog Otto mit einem Heer über die Alpen, worauf sich Berengar auf seine Burgen zurückzog. Johannes schickte Legaten, darunter den Kardinaldiakon Johannes und den Scriniarius Azzo, die neben dem Angebot der Kaiserkrone Otto an seine Pflichten gegenüber der Kirche erinnern sollten. Anfang Dezember 961 schwor Otto dem Papst, für die Erhebung der Kirche und den Schutz seiner Person zu streiten und in Rom nichts ohne Konsultation des Papstes zu entscheiden. Johannes seinerseits schwor, dem König treu zu bleiben und Berengar und Adalbert nicht zu unterstützen. Das Verhältnis war jedoch bereits von Misstrauen geprägt.

Am 2. Februar 962 salbte und krönte Johannes Otto und seine Frau Adelheid von Burgund zu Kaiser und Kaiserin und übertrug damit die römische Kaiserwürde auf das Ostfränkische Reich. Otto garantierte dem Papst den Erhalt des Kirchenstaates durch das Privilegium Ottonianum, das die Schenkungen Pippins III. und Karls I. sowie die Constitutio Romana von 824 bestätigte. Nach dem Treueeid verließ Otto Rom, um Berengar zu unterwerfen. Nach etwa einem Jahr kapitulierte Berengar auf der Burg San Leo und wurde ins Exil nach Bamberg verbracht. Sein Sohn Adalbert floh zunächst nach Korsika. Nach der Abreise des Kaisers brach Johannes seinen Treueid und verband sich mit dem geflohenen Adalbert, der mit sarazenischer Unterstützung für sein Erbe focht.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Johannes XII.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 256084727redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1401–1500Public domainQuelle