Kanton Aargau
Kanton der Schweiz
as Gebiet des heutigen Kantons Aargau wurde im 5. Jahrhundert von den Alemannen besiedelt. Im 6. Jahrhundert gehörte es zum Frankenreich, der Name Aargau wurde 763 zum ersten Mal erwähnt. Im 14. Jahrhundert fiel der Ober-Aargau an Bern. Der Unter-Aargau, das Gebiet des heutigen Kantons Aargau, gehörte im Mittelalter nacheinander den Grafen von Lenzburg, den Grafen von Kyburg und den Grafen von Habsburg.
Der Unter-Aargau wurde 1415 von den Eidgenossen erobert. Politischer Hintergrund waren die Spannungen zwischen König Sigismund und Herzog Friedrich IV. von Österreich, welche zum Bann des Letzteren führten, woraufhin Sigismund die umgebenden Mächte aufforderte, die Ländereien des Herzogs, zu denen auch der Aargau gehörte, zu besetzen. Der im Westen gelegene Unteraargau wurde alleiniges Untertanengebiet von Bern, der sogenannte Berner Aargau. Im Osten entstanden das von Zürich allein verwaltete Kelleramt sowie die Freien Ämter und die Grafschaft Baden, welche gemeine Herrschaften der Eidgenossenschaft waren.
1798 wurde der Aargau von den Franzosen erobert. Aarau war sogar während eines halben Jahres die Hauptstadt der Helvetischen Republik und damit erste Hauptstadt der Schweiz.