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Kanton Uri

Kanton der Schweiz

ri liegt in der Zentralschweiz zwischen dem Vierwaldstättersee im Norden und dem Gotthardpass im Süden. Der Kanton ist einer der drei Urkantone, den Gründungsmitgliedern der Eidgenossenschaft, neben Schwyz und Unterwalden. Wegen des hohen Anteils gebirgiger, unproduktiver Flächen von rund 56 Prozent wohnen drei Viertel der Einwohner in der Reussebene. Das Gebiet folgt im Wesentlichen dem Einzugsgebiet des Oberlaufs der Reuss und des südlichen Vierwaldstättersees, des Urnersees. Uri grenzt an Graubünden, Tessin, Wallis, Bern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Glarus und besteht aus 19 selbstständigen politischen Gemeinden.

Der Name Uri ist in lateinischer Form seit dem 8./9. Jahrhundert belegt. Die älteste erhaltene Urkunde, die das pagellum uroniae nennt, stammt aus dem Jahr 853. Ab dem 13. Jahrhundert erscheint die Form Ure beziehungsweise Uren, spätestens seit dem frühen 16. Jahrhundert die heutige Form Uri. Der Name galt zunächst nur für die Gegend um Altdorf und mag auf lateinisch ora oder eine indogermanische Wurzel für Wasser, Regen oder Fluss zurückgehen. In beiden Deutungen wäre die Lage am Ufer der Reuss oder des Urnersees das Benennungsmotiv.

Durch Uri führt einer der wichtigsten Alpenübergänge, weshalb der Kanton seit Jahrhunderten ein hohes Verkehrsaufkommen bewältigt. Der Gotthardpass gewann vor allem seit dem Ausbau der Schöllenenschlucht ab den Jahren um 1220 und dem Bau der ersten Teufelsbrücke im Jahr 1230 grosse Bedeutung für die Menschen beidseits des Alpenbogens. 1882 wurde der Gotthard-Eisenbahntunnel eröffnet, 1980 folgte der Gotthard-Strassentunnel. Im Dezember 2016 wurde mit rund 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt in Betrieb genommen, als Teil der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Kanton UriVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270171250redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Simon Koopmannentstanden 2006CC BY-SA 2.5Quelle