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Mailand

zweitgrößte Stadt Italiens, Hauptstadt der Lombardei

ailand wurde bald nach 400 vor Christus durch die keltischen Insubrer besiedelt. 222 vor Christus eroberten die Römer die Siedlung und gaben ihr den lateinischen Namen Mediolanum. 286 machte Kaiser Diokletian Mailand zu einer der Residenzstädte des Reiches, im 4. Jahrhundert hielten sich hier regelmäßig römische Herrscher auf, zuletzt Honorius. 313 wurde in Mailand das Toleranzedikt verkündet, in dem die Kaiser Konstantin und Licinius den Christen Glaubensfreiheit zusicherten. 402 wurde die Stadt von Westgoten belagert, worauf die Kaiserresidenz nach Ravenna verlegt wurde; 452 plünderten die Hunnen unter Attila die Stadt. 539 eroberten und zerstörten die Ostgoten Mailand im Gotenkrieg gegen Kaiser Justinian. Im September 569 fiel Mailand an die Langobarden, bis es 774 Teil des Frankenreiches wurde.

Während des Krieges Kaiser Friedrichs I. Barbarossa gegen die lombardischen Städte wurde Mailand 1162 größtenteils zerstört. Im 1167 gegründeten Lombardischen Städtebund übernahm die Stadt die führende Rolle. Nach der Unabhängigkeit, die den lombardischen Städten im Konstanzer Frieden 1183 zugesprochen wurde, entwickelte sich Mailand zur Signoria, zuerst unter den della Torre, ab 1277 unter den Visconti. 1395 wurde Gian Galeazzo Visconti zum ersten Herzog von Mailand.

Unter dem Herzog aus der Familie Visconti begann 1386 der Bau des Mailänder Doms. Die gotische Kathedrale wurde 1572 eingeweiht, aber erst 1965 endgültig fertiggestellt. Sie gilt heute als flächenmäßig drittgrößte Kirche der Welt und als herausragendes Beispiel der italienischen Architektur des späten Mittelalters. Im 15. Jahrhundert entstand unter der Herrschaft der Sforza das Castello Sforzesco als Beispiel der Renaissance-Architektur und Sitz der Mailänder Herzöge.

Die Blütezeit der mittelalterlichen Kunst begann unter dem Patronat der Familie Visconti, unter deren Einfluss Mailand zu einem bedeutenden Zentrum der gotischen Kunst und Architektur aufstieg. Mit der Stadt besonders verbunden ist das Wirken von Leonardo da Vinci, dessen Wandgemälde Das Abendmahl im Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie zu besichtigen ist.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel MailandVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270029376redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Steffen Schmitzentstanden 2016CC BY-SA 4.0Quelle