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Kloster Fulda

früheres Benediktinerkloster in Deutschland

onifatius beauftragte Sturmius 742, einen Ort für ein neues Kloster zu finden. Dieser fand den Platz an der Fulda, wo möglicherweise ein verfallener Herrenhof aus merowingischer Zeit stand. 743 schenkte Hausmeier Karlmann Bonifatius einen geschlossenen Grundbesitz von vier Meilen um das Kloster. Sturmius und sieben Begleiter aus Hersfeld begannen am 12. März 744 mit dem Bau, seither trägt der Ort den Namen Fulda. Bonifatius setzte Sturmius als ersten Abt ein und legte die Regel Benedikts von Nursia zugrunde. 751 reiste Lullus nach Rom, um unter anderem die Unterstellung des Klosters unter den Heiligen Stuhl zu erbitten. Am 4. November 751 verfügte Papst Zacharias, dass kein kirchlicher Amtsträger eigenmächtig in die Rechte des Klosters eingreifen dürfe, das sogenannte Zachariasprivileg.

FuldaOrt auf der Karte 164850.5540 N, 9.6717 OAuf der Karte zeigen

Nach der Ermordung von Bonifatius am 5. Juni 754 in Dokkum wurde sein Leichnam trotz Mainzer Widerstands nach Fulda überführt und dort begraben. Das Kloster entwickelte sich rasch zu einem stark frequentierten Wallfahrtsort, was Sturmius zunutze machte und dem Kloster Landschenkungen einbrachte. Der Klosterpatron wechselte entsprechend schnell vom heiligen Erlöser zum heiligen Bonifatius. Lul, Bischof von Mainz, versuchte, das päpstlich privilegierte Kloster unter seine Oberhoheit zu bringen, scheiterte aber zunächst am Zachariasprivileg. Es gelang ihm jedoch, Sturmius bei König Pippin in Misskredit zu bringen, der ihn 763 in die Abtei Jumièges verbannte, wobei die päpstliche Exemtion eingezogen wurde.

Ab 968 war der Abt von Fulda Abtprimas aller deutschen Benediktiner. Heinrich II. förderte das Kloster besonders: 1012 schenkte er den Mönchen den Königsforst um das Kloster, 1019 gab er Abtei und Siedlung das Münz-, Markt- und Zollrecht. 1114 wurde Fulda erstmals als Stadt erwähnt. In der Folge versuchte die Stadt, ihre Rechte gegen die Äbte durchzusetzen, während Entfremdungen von Klostergütern im 12. Jahrhundert zum wirtschaftlichen Niedergang führten. Erst unter Abt Markward I. wurden viele dieser Güter restituiert, teils unter Zuhilfenahme von Urkundenfälschung durch den Mönch Eberhard im Codex Eberhardi.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Kloster FuldaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270001241redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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