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Kloster Sankt Emmeram

ehemalige Benediktinerabtei in Regensburg

as Kloster ging aus einer Georgskirche über einer frühchristlichen Gräberstätte hervor, südwestlich außerhalb des römischen Legionslagers Castra Regina. Im 7. Jahrhundert wurde dort der heilige Emmeram von Regensburg beigesetzt, im 8. Jahrhundert entstand ein Benediktinerkloster. Von 739 bis 975 waren die Klostervorsteher gleichzeitig Bischöfe von Regensburg. Unter Herzog Arnulf I. wurde nach 920 die Westmauer des Legionslagers abgerissen, um die Klostergebäude durch die neue Arnulfinische Stadtmauer in das geschützte Stadtgebiet einzubeziehen. 972 wurde das Kloster zum Reichskloster erhoben, 975 wurde Ramwold als erster selbstständiger Abt berufen.

RegensburgOrt auf der Karte 164849.0153 N, 12.0928 OAuf der Karte zeigen

Im 11. Jahrhundert war Sankt Emmeram Ausgangspunkt der Cluniazensischen Reform und der Klosterreform von Gorze im Herzogtum Bayern und im Nordgau, gefördert von Bischof Wolfgang von Regensburg und Abt Ramwold. 1295 verlieh König Adolf von Nassau der Abtei aufgrund einer gefälschten Urkunde des Königs Ludwig das Kind die Regalien, wodurch St. Emmeram die Reichsunmittelbarkeit erhielt. 1326 erlangte es durch Papst Johannes XXII. die kirchliche Exemtion, die zuvor Mitte des 11. Jahrhunderts durch Fälschungen von Urkunden der Könige Arnolf von Kärnten und Ludwig dem Kind erfolglos angestrebt worden war. Das Skriptorium des Klosters wurde zu einem Zentrum der Buchmalerei, es entstanden das Sakramentar Heinrichs II. und der Uta-Codex. Die Bedeutung als Kulturmittelpunkt ließ im 16. Jahrhundert nach, als Regensburg 1555 aufgrund des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens evangelisch-lutherisch wurde.

Nach Beginn des Dreißigjährigen Krieges und der Rekatholisierung in Bayern setzte nach 1625 im 17. und 18. Jahrhundert erneut ein Aufschwung der Bedeutung von Sankt Emmeram ein, unter den Äbten Frobenius Forster und Cölestin Steiglehner sowie den Patres Roman Zirngibl und Placidus Heinrich, die vor allem Naturwissenschaften förderten. 1658 nahm der Abt von St. Emmeram mit einer Kuriatstimme der rheinischen Reichsprälaten am Reichstag teil. 1731 bestätigte der Kaiser die Fürstenwürde des Abtes der gefürsteten Reichsabtei, die zum Bayerischen Reichskreis zählte. Von 1731 bis 1733 wurde die Abteikirche durch die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam im Stil des Barocks neu ausgestaltet.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Kloster Sankt EmmeramVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266659282redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Дмитрий Мозжухинentstanden 2011CC BY 3.0Quelle