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Krim

Halbinsel im nördlichen Schwarzen Meer

m 1430 entstand auf der Krim das Krim-Khanat als Nebenlinie der Mongolenkhane mit Hauptstadt Bachtschyssaraj, das weite Teile der heutigen Ukraine kontrollierte. Bereits 1475 geriet es unter osmanische Kontrolle, behielt aber Autonomie. 1502 besiegten die Krimtataren den letzten Khan der Goldenen Horde, was die russische Eroberung Kasans und Astrachans begünstigte. Die Krimtataren unternahmen häufige Raubzüge nach Russland und in die Ukraine und verkauften Gefangene als Sklaven. 1571 drangen sie bis Moskau vor und setzten die Stadt in Brand, wurden aber im Jahr darauf in der Schlacht bei Molodi geschlagen. Die von ihnen ausgehende Gefahr zwang Russland zum kostspieligen Unterhalt einer Verteidigungslinie, auch mit Hilfe der Kosaken.

Bis zum Russisch-Türkischen Krieg von 1768 bis 1774 war das Krim-Khanat ein Vasallenstaat des Osmanischen Reichs. Mit Hilfe des Russischen Kaiserreichs löste es sich, und die Osmanen mussten im Frieden von Küçük Kaynarca 1774 die Unabhängigkeit der Krim anerkennen, worauf eine schleichende Russifizierung folgte. Unter Grigori Potjomkin kam das Gebiet endgültig unter russische Herrschaft: Am 8. April 1783 erklärte Katharina II. die Krim für alle Zeiten als russisch. Das Osmanische Reich erkannte dies erst mit dem Vertrag von Jassy am 6. Januar 1792 an. Verwaltet wurde die Krim fortan im Gouvernement Taurien, und nach der Eingliederung wurden Kolonisten aus mehreren Ländern angeworben.

Stalin ordnete am 18. Juli 1941 die Vertreibung von fast 53.000 Krimdeutschen an, die hauptsächlich nach Kasachstan transportiert wurden, viele starben schon während der Fahrt. Nach heftigen Kämpfen um Sewastopol war die Krim von 1941 bis 1944 durch die Wehrmacht besetzt. Ab dem 11. Dezember 1941 ermordete die Einsatzgruppe D in Zusammenarbeit mit Wehrmachtseinheiten fast die gesamte jüdische Bevölkerung der Krim, darunter Krimtschaken und Aschkenasim, während auch die eigentlich verschonten Karäer oft Opfer wurden. Eine geplante Annexion als Gotengau mit Ansiedlung von Südtirolern kam infolge des Kriegsverlaufs nicht zustande.

Die Deportation der Krimtataren im Mai 1944 schuf die Voraussetzung, der Krim ihren Status als autonome Sowjetrepublik zu entziehen. Am 30. Juni 1945 wurde sie zur einfachen Oblast innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik erklärt. 1954, ein Jahr nach Stalins Tod, wurde die Krim aus dieser Republik in die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik übergeben, eingebettet in die Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag der Übereinkunft von Perejaslaw 1654. Die politischen Hintergründe dieser Unterstellung sind komplex und bis heute nicht abschließend geklärt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel KrimVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267493815redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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