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Landshuter Erbfolgekrieg

bayrisch-pfälzische Fehde

erzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut hatte keinen männlichen Erben und setzte 1496 seine Tochter Elisabeth, ihren künftigen Mann Ruprecht von der Pfalz und deren Söhne als Erben ein. Dies widersprach dem Wittelsbacher Hausvertrag, wonach beim Aussterben einer Linie die Besitzungen an die andere Linie fallen sollten. Albrecht IV. von Bayern-München akzeptierte den Vertragsbruch nicht. Nach Georgs Tod 1503 eskalierte der Streit. Die niederbayerischen Landstände wandten sich an das Reichskammergericht, König Maximilian I. vermittelte, verlangte dabei aber Gebietszugeständnisse von beiden Seiten. Ruprecht und Elisabeth besetzten Landshut und weitere Städte, sein Vater Philipp der Aufrichtige unterstützte ihn. Zahlreiche Mächte griffen in den Konflikt ein, Ruprecht verfügte über etwa 30.000, Albrecht über etwa 60.000 Mann. Maximilian erklärte über Ruprecht und Philipp am 5. Mai 1504 die Reichsacht.

Ab Juni 1504 belagerte Albrecht Landau an der Isar und eroberte es. Im Juli kam es bei Altdorf zum ersten größeren Gefecht, das Albrecht gewann; Ruprecht musste sich zurückziehen und starb im August an der Ruhr. Elisabeth führte den Krieg fort, starb aber im September nach der Schlacht von Wenzenbach, in der ein böhmisches Heer geschlagen wurde. Zahlreiche Orte in Bayern und der Pfalz wurden zerstört oder niedergebrannt, darunter Burghausen, das völlig abbrannte, und etwa 300 pfälzische Orte. Am 10. September 1504 schloss Pfalzgraf Philipp einen Waffenstillstand, im Januar 1505 unterlag der pfälzische Feldherr Wisbeck bei Gangkofen, im Februar 1505 trat ein weiterer Waffenstillstand in Kraft.

Der Krieg endete am 30. Juli 1505 mit dem Kölner Schiedsspruch Maximilians. Georgs Enkel Ottheinrich und Philipp erhielten die Junge Pfalz mit Neuburg an der Donau als Hauptstadt, regiert vom vormundschaftlichen Pfalzgraf Friedrich II. Maximilian selbst behielt Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg, auch Zillertal und Mondseeland gingen an die Habsburger. Die Reichsstadt Nürnberg gewann Gebiete östlich der Stadt. Der Rest von Bayern-Landshut fiel an die Münchener Linie der Wittelsbacher. Die Kurpfalz verlor elsässische Besitzungen an die Habsburger sowie weitere Gebiete an Hessen und Württemberg.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Landshuter ErbfolgekriegVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266174821redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1501–1600Public domainQuelle