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Bayern-München

spätmittelalterliches bayerisches Teilherzogtum

ei der Teilung von 1392/93 wurde das Herzogtum in Bayern-Ingolstadt und das geschlossenere Bayern-München aufgeteilt. Bayern-München bestand aus zwei durch einen Streifen bei Indersdorf getrennten Gebieten, einem nördlichen Teil von Riedenburg über Neustadt an der Donau und Vohburg bis Mainburg und Pfaffenhofen, und einem größeren südlichen Teil an der Isar zwischen Lech und dem Gebiet um Dachau, Fürstenfeldbruck und München bis zum Kochel- und Walchensee. Hinzu kamen Regenstauf und Stadtamhof bei Regensburg. In den 1420er Jahren wuchs das Gebiet nach dem Bayerischen Krieg 1420 bis 1422 und dem Preßburger Schiedsspruch von 1429 um Teile des Bayerischen Waldes und des Straubinger Ländchens. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg, der 1503 nach dem Aussterben der Landshuter Linie ausbrach, sicherte sich Herzog Albrecht IV. fast das gesamte vereinigte Gebiet, musste aber Land an Österreich und an das neue Herzogtum Pfalz-Neuburg abgeben.

Das Spätmittelalter war für Bayern eine Zeit wiederholter Landesteilungen. 1255 wurde Bayern erstmals in Ober- und Niederbayern geteilt, 1340 vereinigte Kaiser Ludwig IV. beide Teile wieder, doch schon 1349 teilten seine sechs Söhne das Land im Landsberger Vertrag erneut. Nach dem Tod Herzog Meinhards 1363 fiel Oberbayern an Stephan II. von Niederbayern-Landshut. 1392 teilten dessen Söhne Bayern nach siebzehn Jahren gemeinsamer Regierung erneut, wodurch die drei Teilherzogtümer Bayern-Landshut, Bayern-Ingolstadt und Bayern-München entstanden. Bayern-München erhielt dabei Johann II., auf dessen Initiative die Teilung zurückging.

1394/95 kam es im Bayerischen Hauskrieg zu Kämpfen zwischen der Münchner und der Ingolstädter Linie. Nach Johanns II. Tod 1397 unterstützte Stephan III. eine Erhebung der Münchner Zünfte gegen Ernst und Wilhelm III., die erst 1403 die Stadt wieder unter Kontrolle brachten. In den folgenden Jahrzehnten standen die Münchner Herzöge im Konflikt zwischen Heinrich XVI. und Ludwig VII., schlugen sich nach 1410 auf die Seite des Landshuters und wurden Mitglieder der Konstanzer Liga. Sie unterstützten Heinrich, nachdem dieser Ludwig 1417 auf dem Konzil von Konstanz angegriffen hatte, und erhielten 1429 im Preßburger Schiedsspruch die Hälfte der Gebiete von Straubing-Holland. Als Wilhelm 1435 starb, ruhten die Hoffnungen auf Ernsts Sohn Albrecht III., der jedoch eine Beziehung mit Agnes Bernauer einging. Sein Vater Ernst ließ sie daraufhin in der Donau ertränken, bevor sich Vater und Sohn 1436 wieder versöhnten.

Nach Ernsts Tod 1438 unterstützte Albrecht III. Ludwig VIII. gegen dessen Vater Ludwig VII. und sicherte sich Markt Schwaben. Nach Ludwigs VII. Tod verleibte Heinrich XVI. Bayern-Ingolstadt seinem Herzogtum ein, was Albrecht 1450 im Erdinger Vertrag akzeptierte. Albrecht III. gründete 1455 das Kloster Andechs und hinterließ fünf Söhne, von denen 1460 Johann IV. und Siegmund die Nachfolge antraten. Seit 1467 regierte Albrecht IV. allein, während Siegmund mit Bayern-Dachau abgefunden wurde. Als Herzog Georg von Bayern-Landshut 1503 starb, brach der Landshuter Erbfolgekrieg aus, der 1505 durch den Kölner Spruch Kaiser Maximilians mit der Wiedervereinigung der bayerischen Teilherzogtümer endete. Albrecht IV. war damit Herzog von ganz Bayern und erließ 1506 ein Primogeniturgesetz gegen weitere Teilungen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Bayern-MünchenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 263988998redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Lencerentstanden 2011CC BY-SA 3.0Quelle