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Ludwig XIV.

König von Frankreich und Navarra von 1643 bis 1715

rankreich war 1635 an der Seite Schwedens in den Dreißigjährigen Krieg eingetreten, um das Haus Habsburg zu schwächen. Die Kriege belasteten die Staatsfinanzen erheblich. Königin Anna duldete keine Schmälerung der königlichen Autorität. Kardinal Mazarin führte die absolutistische Politik Richelieus fort und zentralisierte die Staatsgewalt in der Person des Königs. Mit den Friedensverträgen von Münster und Osnabrück 1648 ging Frankreich als größter Profiteur des Dreißigjährigen Krieges hervor. Doch brach im gleichen Jahr die Fronde aus, ein Bürgerkrieg des Pariser Parlaments und der Prinzen gegen die Politik des königlichen Absolutismus, begünstigt durch die Minderjährigkeit Ludwigs.

Ludwig hatte zwei politische Ziele: Holland zu bestrafen und die Grenzen zu begradigen, um weitere Teile Spaniens zu erobern. Er zerstörte die Tripelallianz durch ein Bündnis mit Karl II. von England und annektierte das Herzogtum Lothringen. 1672 erklärten Frankreich und England Holland den Krieg. Ludwig ließ 120.000 Mann die Grenzen überschreiten; nur die Überflutung breiter Landschaften rettete die Holländer vor der Niederlage. Wilhelm III. von Oranien löste Johan de Witt ab und ging ein Bündnis mit Spanien und dem römisch-deutschen Kaiser Leopold I. ein, wodurch Ludwig auch sein zweites Ziel erreichte, denn Spanien und der Kaiser erklärten daraufhin den Krieg.

Nach dem Jahr 1697 wurde die spanische Thronfolge zum Hauptthema an den europäischen Höfen. Der spanische König Karl II. hatte keine Kinder, sodass sowohl die Bourbonen als auch die Habsburger der österreichischen Linie Erbansprüche geltend machten, da Ludwig XIV. und Kaiser Leopold I. Töchter Philipps IV. von Spanien geheiratet hatten. Andere Staaten fürchteten eine erhebliche Erschütterung der europäischen Mächtekonstellation. Ludwig handelte mit Wilhelm III. von England einen Teilungsvertrag aus, wonach der bayerische Prinz Joseph-Ferdinand Spanien bekommen sollte. Kaiser Leopold akzeptierte den Vertrag, Spanien lehnte ihn jedoch ab; Karl II. setzte Joseph-Ferdinand stattdessen als Universalerben ein.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Ludwig XIV.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269521521redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Hyacinthe Rigaudentstanden 1701Public domainQuelle