Kontextartikel1 Min. Lesezeit

Markgrafschaft Baden

Wikipedia-Übersichtsartikel über die beiden historischen Territorien des Namens

Gründung und Namensgebung

ründer der Dynastie der badischen Markgrafen war Hermann I., der ältere Sohn Herzog Bertholds von Kärnten. Sein Sohn Graf Hermann II., Graf im Breisgau, nannte sich zunächst Markgraf von Limburg, dann im Jahre 1112 erstmals Markgraf von Baden. Er hatte das Gebiet um Baden-Baden durch den Ausgleich der Zähringer mit den Staufern um das Herzogtum Schwaben erlangt und führte den von seinem Vater ererbten Markgrafentitel, ursprünglich jener der Mark Verona, in Verbindung mit dem neuen Herrschaftszentrum, der Burg Hohenbaden in Baden-Baden.

Gebietserwerbungen

Das ursprüngliche Herrschaftszentrum am mittleren Neckar um Backnang, Besigheim und die neu erworbenen Gebiete am Oberrhein konnten erst 1219 durch den Erwerb Pforzheims aus dem Erbe des welfischen Pfalzgrafen Heinrich verbunden werden. Im 12. und 13. Jahrhundert waren die Badener Parteigänger der Staufer, der territoriale Ausbau erfolgte zwischen Backnang und Stuttgart, im Raum des heutigen Karlsruhe, im Nordschwarzwald und im Breisgau. Wichtig für die Festigung der Markgrafschaft war der Erwerb der Hälfte der Herrschaften Lahr und Mahlberg im Jahre 1442. Das späte Mittelalter sah den Ausbau Badens hin zum fürstlichen Territorialstaat. Baden wurde zu einem bedeutenden Territorium zwischen den habsburgischen Besitzungen in Breisgau und Ortenau und dem württembergischen Herzogtum.

Vereinigung der Teilgrafschaften und Erhebung des Markgrafen zum Kurfürsten

Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach beerbte 1771 die katholische Linie Baden-Baden und gliederte sie in seine Herrschaft ein. Residenz war Karlsruhe, wohin Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach 1715 seine Residenz verlegt hatte. Durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde festgesetzt, dass die weltlichen Fürsten für ihre linksrheinischen Gebietsverluste an Frankreich abgefunden werden sollten, durch die Säkularisation kirchlicher Herrschaftsgebiete. Markgraf Karl Friedrich erhielt eine der durch Auflösung der geistlichen Fürstentümer frei werdenden Kurwürden. Als er im Jahre 1806 die Rheinbundakte unterzeichnete und dadurch die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches mit unterstützte, wurde die Kurwürde hinfällig und die Markgrafschaft wurde von Napoleons Gnaden zum Großherzogtum erhoben.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Markgrafschaft BadenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269956745redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
KooijCC0Quelle