Oberbayern
Bezirk und Regierungsbezirk in Bayern, Deutschland
it der ersten bayerischen Landesteilung 1255 wurde unter Ludwig dem Strengen ein selbstständiges Herzogtum Oberbayern geschaffen, das mit dem heutigen Regierungsbezirk nicht deckungsgleich war. Nach vorübergehender Wiedervereinigung 1340 wurde das Herzogtum Bayern 1392 dreigeteilt: In Oberbayern entstanden Bayern-München und Bayern-Ingolstadt, in Niederbayern Bayern-Landshut. Daneben bestand in Niederbayern seit 1353 als viertes Herzogtum Bayern-Straubing. 1505 waren alle Teilherzogtümer wiedervereint. Mit der Säkularisation 1802/03 kamen die Gebiete des Hochstifts Freising zu Bayern. 1810 kam der Rupertiwinkel an Bayern, die endgültige Grenze zu Österreich wurde erst 1816 mit dem Vertrag von München festgelegt, als das Herzogtum Salzburg abgetreten wurde. Mit der Bayerischen Verfassung von 1808 erfolgte die Einteilung des Königreichs Bayern in Kreise. 1837 ließ König Ludwig I. die Kreise historisierend benennen, wodurch aus dem Isarkreis der Kreis Oberbayern entstand. Die Bezeichnung „Kreis“ wurde in der NS-Zeit der Bezeichnung „Regierungsbezirk“ angeglichen. Daneben bestand 1930 bis 1945 der Gau München-Oberbayern, was ab 1933 während der NS-Diktatur politisch Bedeutung hatte.
Vor der Kreisgebietsreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk sieben kreisfreie Städte, darunter Bad Reichenhall, Freising, Ingolstadt, Landsberg am Lech, München, Rosenheim und Traunstein, sowie 26 Landkreise.
Seit der Kreisgebietsreform umfasst der Regierungsbezirk Oberbayern drei kreisfreie Städte, München, Ingolstadt und Rosenheim, sowie 20 Landkreise. In der Übergangszeit vom 1. Juli 1972 bis zum 30. April 1973 trugen vier Landkreise noch andere Namen, etwa hieß der heutige Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen damals Landkreis Bad Tölz und der heutige Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bad Reichenhall.