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Bayern-Landshut

wittelsbachisches Teilherzogtum

udwig der Bayer hatte sechs Söhne, die das Erbe zunächst gemeinsam verwalteten. Im Landsberger Vertrag kam es zu einer ersten Teilung: Oberbayern, Brandenburg und Tirol fielen an Ludwig V. den Brandenburger und seine Brüder, Stephan II. erhielt mit seinen Brüdern Wilhelm I. und Albrecht I. Niederbayern und die Niederlande. Im Regensburger Vertrag wurde das niederbayerische Herzogtum erneut geteilt. Stephan II. erhielt den Süden Niederbayerns mit Landshut und begründete das Herzogtum Bayern-Landshut. Als Herzog Meinhard 1363 starb, erhielt Stephan II. auch Oberbayern, musste im Frieden von Schärding 1369 aber wieder darauf verzichten. Durch Streit mit seinem Halbbruder Ludwig VI. ging 1373 Brandenburg verloren, da Kaiser Karl IV. als Erbe eingesetzt wurde, wobei nordgauische Gebiete an Bayern zurückfielen. Nach Stephans Tod regierten seine Söhne Johann II., Stephan III. und Friedrich sowie Otto V. gemeinsam. 1392 kam es zu einer erneuten Erbteilung: Johann II. erhielt Bayern-München, Stephan III. Bayern-Ingolstadt und Friedrich das verkleinerte Bayern-Landshut.

LandshutOrt auf der Karte 164848.5333 N, 12.1500 OAuf der Karte zeigen

Friedrich der Weise war wichtiger Berater König Wenzels des Faulen, starb aber schon 1393. Sein Sohn Heinrich XVI., der Reiche, konnte die Macht des Herzogtums erheblich ausweiten und erhielt 1429 im Preßburger Schiedsspruch einen Teil von Straubing-Holland sowie 1447 fast ganz Bayern-Ingolstadt von Albrecht III. Nach Heinrichs Tod 1450 folgte Ludwig IX., ebenfalls der Reiche genannt, der 1462 Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach in der Schlacht bei Giengen besiegte und 1463 mit Kaiser Friedrich III. den Frieden von Prag schloss. 1475 fand die Landshuter Hochzeit statt, bei der sein Sohn Georg die polnische Prinzessin Hedwig ehelichte. 1479 folgte Georg der Reiche nach, ein wichtiger Unterstützer König Maximilians I. Entgegen dem Hausvertrag von Pavia vererbte Georg am 19. September 1496 sein Herzogtum testamentarisch an seine Tochter Elisabeth, die 1499 Ruprecht von der Pfalz heiratete. Sein Tod im Dezember 1503 löste den Landshuter Erbfolgekrieg aus.

Um Georgs Nachfolge entbrannte der Landshuter Erbfolgekrieg, den erst der Schiedsspruch König Maximilians I. am 30. Juli 1505 auf dem Reichstag zu Köln beendete. Das ehemalige Herzogtum Bayern-Landshut wurde zwischen Bayern-München und dem neugeschaffenen Pfalz-Neuburg aufgeteilt, auch die Reichsstadt Nürnberg erhielt Gebiete. Der größte Teil, darunter Burg Trausnitz und Burghausen, fiel an Albrecht IV. von Bayern-München. Maximilian I. übernahm Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel, die seitdem zu Tirol gehören. Auch das Mondseeland ging an die Habsburger verloren. Das letzte Mitglied der Linie starb mit Margarete von Bayern 1531. Mit Ludwig X. residierte ab 14. Oktober 1514 bis 1545 zum letzten Mal ein regierender Wittelsbacher in Landshut. Nach seinem Tod wurde das Primogeniturgesetz von 1506 umgesetzt, wonach Bayern ungeteilt blieb.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Bayern-LandshutVersionsgeschichteBearbeitungsstand 266678699redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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