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Restauratio imperii

m oströmischen Reich wird die Politik Kaiser Justinians I. als Restauratio bezeichnet, weil sie auf die Zurückgewinnung ehemaliger Reichsteile im Westen zielte. Ob dabei tatsächlich eine langfristige Eroberungsstrategie verfolgt wurde oder ob oströmische Truppen eher günstige Gelegenheiten spontan nutzten, um große Teile des früheren Westreichs zu erobern, ist umstritten.

Im römisch-deutschen Reich ließ Kaiser Otto III. den Begriff renovatio ausdrücklich auf Münzen prägen und machte damit seine Politik zum Programm. Die salischen Kaiser Konrad II., Heinrich III. und Heinrich IV. griffen diese Ausrichtung wieder auf. Auch in der Kunst zeigte sich dieses Anknüpfen an die Antike, etwa im Bau des Domes zu Speyer, der sich an antiker Formensprache orientierte.

Friedrichs I., genannt Barbarossa, Politik war ebenfalls auf eine Renovatio beziehungsweise Restauratio ausgerichtet, die alte Rechte des römisch-deutschen Kaisers besonders in Bezug auf Reichsitalien einforderte, wie der Reichstag von Roncaglia zeigt. Ähnlich lässt sich die Italienpolitik Kaiser Heinrichs VII. als Versuch einer solchen Renovatio verstehen. Dahinter steht das Selbstverständnis des aus dem Frankenreich Karls des Großen hervorgegangenen römisch-deutschen Kaisertums bis 1806, das sich als christliche Fortsetzung des weströmischen Imperiums begriff. Dieses Selbstverständnis zeigte sich schon in der Kaiserkrönung Karls durch Papst Leo III. in Rom am 25. Dezember 800, die die Beteiligten als translatio imperii, als Übertragung des Reichs, verstanden.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Restauratio imperiiVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269513982redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Neuceu als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben).entstanden 2005CC BY-SA 2.5Quelle