Schlacht bei Fossalta
ie Schlacht stand im Zusammenhang mit dem Anspruch Kaiser Friedrichs II., die im Lombardenbund vereinigten norditalienischen Kommunen unter seine Kontrolle zu bringen. 1236 erklärte er den Kommunen den Krieg, da sie ihren Bund nicht auflösen wollten. 1237 unterlag der Lombardenbund dem Kaiser in der Schlacht von Cortenuova, doch es gelang ihm trotz des Sieges nicht, Mailand und einige andere Städte definitiv zu bezwingen.
Verschärft wurde der Konflikt durch den Gegensatz zwischen Kaiser und Papst um die Vorherrschaft in Italien, das in kaisertreue Ghibellinen und papstfreundliche Guelfen gespalten war. Als 1247 die Guelfen in Parma die Oberhand gewannen, belagerte Friedrich die Stadt monatelang. Am 18. Februar 1248 brachen die Guelfen aus und stürmten Friedrichs Lager. 2.000 kaiserliche Soldaten kamen dabei ums Leben, 3.000 gerieten in Gefangenschaft, der Rest floh mit Friedrich nach Cremona. Friedrichs Machtposition in Norditalien war durch diese Niederlage gebrochen. In der Romagna übernahmen in der Folge die Guelfen unter Kardinal Ubaldini die Herrschaft.
Im Frühjahr 1249 marschierte Ubaldini mit bolognesischen Truppen nach Modena, um ghibellinische Truppen am Panaro zu stellen. Ugoni und Ubaldini verfügten über 4.000 Reiter und 3.000 Fußsoldaten. Enzio von Sardinien kam den Modenesern zu Hilfe mit 15.000 deutschen und ghibellinischen Soldaten. In Fossalta bei Modena trafen die Heere aufeinander, ohne sich zunächst auf einen Kampf einzulassen. Nach Verstärkung durch 2.000 zusätzliche Soldaten aus Bologna griffen Ugoni und Ubaldini am frühen Morgen des 26. Mai 1249 die Kaiserlichen an. Die kaiserlichen Truppen widerstanden bis zum Abend, dann brach ihr Widerstand zusammen. Während der nächtlichen Verfolgung gerieten zahlreiche kaiserliche Truppen in Gefangenschaft, darunter Enzio, dessen Pferd schon während der Schlacht getötet worden war.
Obwohl der Kaiser die sofortige Freilassung seines Sohnes forderte, sperrte Bologna ihn lebenslang ein. Friedrich II. starb 1250. Sein Enkel Konradin von Hohenstaufen versuchte bis 1268 die staufische Herrschaft in Italien zu festigen, scheiterte in der Schlacht bei Tagliacozzo und wurde hingerichtet. Mit Konradin als letztem legitimen männlichem Erben starb auch das Kaiserhaus der Staufer aus.